Schnellcheck: KSV besiegt Waldhof Mannheim

1:0 gegen den Spitzenreiter - Schmeer belohnt klasse Löwen

Kassel. Welch ein Ausrufezeichen des KSV Hessen Kassel. Die Löwen gewannen am Abend vor 2272 Zuschauern im Auestadion gegen Spitzenreiter Mannheim.

Mannheim hatte zuvor zehn Spiele in Folge in der Fußball-Regionalliga gewonnen. Der KSV bot beim 1:0 eine klasse Leistung. Der Schnellcheck.

Wie war die Partie im Kasseler Auestadion?

Sie hatte alles, was ein solches Spiel an einem kalten Februarabend braucht, um sich zu erwärmen: viel Herz von Seiten des KSV, sehenswerte Spielzüge der Löwen, Spannung und ein Resultat, das die KSV-Welt strahlen lässt.

Wer nicht wusste, wer hier zuletzt eine Siegesserie hingelegt hatte, der hätte nicht auf Mannheim getippt. Schon nach 17 Sekunden gab es den ersten Torschuss des KSV von Sebastian Schmeer. Auch in der Folge zeigten die Löwen, dass sie gewillt waren, alles andere als schüchtern aufzutreten.

Belohnt wurden sie in der 34. Minute, als Schmeer eine Flanke von Sascha Korb mit dem Kopf zum 1:0 verwertete. Der Tabellenführer verzeichnete bis dahin nicht eine einzige Chance, was auch für die gute Organisation des KSV spricht.

Auch als Waldhof vor der Halbzeit etwas stärker aufkam, hatten die Löwen alles im Griff. Um ein Haar, und Tobias Damm hätte sogar auf 2:0 erhöht. Er machte den Uwe Seeler und versuchte es mit dem Hinterkopf. Der Ball strich Millimeter am Pfosten vorbei.

Nach dem Wechsel wurde die Partie ausgeglichener - und richtig hochklassig, weil nun zwei Teams Dampf machten. Die hochkarätigeren Möglichkeiten erarbeiteten sich freilich weiter die Löwen, die es zudem lange schafften, Mannheim geschickt von ihrem Tor fernzuhalten. Der KSV kämpfte, spielte, kämpfte, spielte, hatte die Chance zum 2:0 durch Rolf Sattorov, kämpfte, spielte, kämpfte - bis zum Schlusspfiff. Welch ein Spiel! Welch ein Sieg!

Wer war der Mann des Abends?

Das kommt jetzt etwas billig daher, weil er auch der Torschütze war. Aber nicht nur wegen seines Treffers war Sebastian Schmeer die prägende Figur. Der 30-Jährige war ungemein präsent. Er schloss nicht nur ab, sondern er leitete häufig auch die Endphase eines Angriffs ein - nicht selten mit einem Pass auf den ebenfalls sehr agilen Sascha Korb. Schmeer ging dann in der 66. Minute leicht angeschlagen vom Feld. Kurz vorher hätte er fast das 2:0 gemacht.

Was nimmt Matthias Mink mit nach Steinbach?

Der ehemalige Trainer des KSV war diesmal als Beobachter im Auestadion. Am 24. März geht es für sein neues Team vom TSV Steinbach gegen die Löwen. Mink dürfte ziemlich beeindruckt gewesen sein von dem Engagement und der spielerischen Linie des KSV. Vor allem wird er sich diesen Schmeer gemerkt haben, der am Ende von Minks Kasseler Zeit an Fulda ausgeliehen war.

Was machte Mannheims Maradona?

Ali Ibrahimaj schoss am vergangenen Wochenende beim 2:1 der Waldhöfer gegen Steinbach ein Traumtor der Marke Diego Maradona - nach einem Solo über 80 Meter. Diesmal machte er sich Mitte der ersten Halbzeit auch einmal gefährlich auf, wurde aber gestoppt. Merke: Der KSV hat seine Hausaufgaben gemacht - und machte selbst das Spiel.

KSV bezwingt Tabellenführer Waldhof Mannheim mit 1:0

Wie war die Atmosphäre im Auestadion?

Die Stimmung war sehr gut. An diesem Abend gab es für die 2000 unter den 2272 Zuschauern, die es mit den Löwen halten, ja auch wirklich nichts zu meckern und ein Paket an Gründen für viel Applaus. Einzig das Wetter hätte noch ein bisschen freundlicher sein können. Da brachte es auch nichts, dass Mannheim den Sommer mitbrachte: Jannik Sommer. Er blieb sehr blass.

Regionalliga Südwest

KSV Hessen - Waldhof Mannheim 1:0 (1:0)

KSV: Hartmann - Schmik, Albrecht, Giese, Brandner - Korb, Brill, Bravo Sanchez, Lorenzoni (79. Rakk) - Schmeer (66. Sattorov), Damm (70. Khadraoui).

Mannheim: Scholz - Müller (79. Nennhuber), Seegert, Schultz, Amin - Ibrahimaj, Fink, Tüting (76. Rothenstein), Sommer (64. Korte) - Koep, Hebisch

Schiedsrichter: Kempkes (Thür)

Zuschauer: 2000

Tore: 1:0 Schmeer (34.)

Gelbe Karten: Albrecht - Müller

Nächstes Spiel des KSV: Kommenden Samstag geht es ab 14 Uhr auswärts gegen die SV Elversberg

Quelle: HNA

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