25:28 – Melsunger Bundesliga-Handballer kassieren erste Saisonniederlage bei der SG Flensburg-Handewitt

Gegenwehr der MT reicht nicht

An alter Wirkungsstätte: Der Melsunger Patrik Fahlgren (Nummer neun) kommt hier gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen zum Wurf. In der vergangenen Saison spielte er noch für die SG Flensburg-Handewitt. Links Alexandros Vasilakis. Fotos:  Geißler

Flensburg. Nach dem Schlusspfiff gab es erst einmal ein kühles „Flens“ für Patrik Fahlgren in der Kabine der SG Flensburg-Handewitt. Die Punkte hatten ihm die ehemaligen Mannschaftskameraden, mit denen der Schwede in der vergangenen Saison noch gemeinsam gespielt hatte, jedoch nicht überlassen.

28:25 (14:13) hieß es für die Flensburger nach 60 abwechslungsreichen Minuten vor 5523 Zuschauern in der Campushalle.

Nichts Neues also für die MT und Trainer Michael Roth gegen die SG Flensburg-Handewitt: Gegen die Schleswig-Holsteiner konnten die Nordhessen noch nie gewinnen. Der Höhenflug der Melsunger, die als Tabellenzweiter der Handball-Bundesliga an die Förde gekommen waren, ist damit vorerst gestoppt. Das Selbstvertrauen hat durch die erste Saisonniederlage aber keinen Knacks erhalten.

„Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren“, sagte der MT-Trainer. „Wir haben unser Ziel erreicht, mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Disziplin ein gutes Spiel abzuliefern. Vielleicht hätten wir noch etwas mehr drausmachen können, wenn wir in der zweiten Hälfte mehr Durchschlagskraft im Angriff gehabt hätten. Zudem hat uns eine überragende Torwartleistung gefehlt.“

Damit hatte Roth den Unterschied ausgemacht, der dem ersten Erfolgserlebnis der Nordhessen gegen die Flensburger im Weg gestanden hatte. Per Sandström war der klare Verlierer im Duell mit den SG-Schlussleuten Mattias Andersson und Sören Rasmussen. Während der MT-Neuzugang in den 60 Minuten gerade fünf Würfe parierte, wehrten Andersson und Rasmussen jeweils neun Bälle ab. Rasmussen war es auch, der mit einem gehaltenen Strafwurf gegen Karipidis (42.) die Initialzündung dazu gab, dass die Flensburger auf 25:20 (52.) davonziehen konnten.

„In der Phase haben wir zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Patrik Fahlgren, der an alter Wirkungsstätte groß aufgespielt hatte. Zudem fehlte den Melsungern an diesem Abend ein „Vollstrecker“, wie ihn die SG in ihren Reihen hatte. Holger Glandorf traf elfmal und hatte damit großen Anteil am Flensburger Erfolg. Dieses Niveau erreichten die MT-Rückraumspieler Vasilakis, Schöngarth, Vuckovic und Sanikis nicht. So avancierte der Ex-Flensburger Patrik Fahlgren mit sechs Toren zum besten Schützen der Nordhessen.

„Patrik hat das Melsunger Spiel klug geführt und war selbst gefährlich“, lobte denn auch SG-Trainer Ljubomir Vranes seinen ehemaligen Spielmacher. Für Michael Roth ist Patrik Fahlgren bislang ein „Glücksgriff“. „Wenn er so weiterspielt und von Verletzungen verschont bleibt, rückt er bald wieder in den Fokus der schwedischen Nationalmannschaft“, so Roth.

Von Hans-Werner Klünner

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