Handball-Bundesliga: Melsungens Schröder kehrt gegen Ex-Club ins Team zurück – Sanikis fraglich

MT vor größter Herausforderung

Hofft auf seine Chance gegen seinen ehemaligen Verein: Melsungens Linkshänder Malte Schröder, der Alexandros Vasilakis entlasten könnte. Foto: Kasiewicz

Kassel. Erfolg macht gemeinhin satt oder hungrig. Die MT Melsungen ist derzeit erfolgreich - und gierig darauf, ihre Serie von fünf Siegen in Folge fortzusetzen. „Dazu werden wir alles investieren“, verspricht Michael Roth, Trainer des heimischen Handball-Bundesligisten, vor dem Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke (heute 20.15 Uhr). Für Manager Axel Geerken „die Riesenchance, sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen“. Bei einem Sieg winkt den Bartenwetzern gar der sechste Tabellenüplatz.

Bisher ist ihr Hamsterplan, leicht begünstigt durch den Spielplan (vier Heimspiele), komplett aufgegangen. Doch mit den Ostwestfalen steht die größte Herausforderung noch bevor. Ein Gegner, der laut Malte Schröder „an einem Sahnetag fast jeden schlagen kann“. So einen hatten die Chalepo-Schützlinge etwa im Pokal gegen Berlin oder in der Meisterschaft in Gummersbach und Magdeburg.

Melsungens Halbrechter muss es wissen, hat er doch in der letzten Saison noch beim ehemaligen Europapokalsieger gespielt. Bei seinem neuen Arbeitgeber wurde er nach guter Vorbereitung von einem langwierigen Muskelfaserriss in der Wade ausgebremst, doch ausgerechnet gegen seinen Ex-Club ist er nach zwei monatiger Pause wieder fit. Und heiß, endlich mal sein Können unter Beweis zu stellen: „Es juckt schon sehr und gegen den alten Verein ist es natürlich ein besonderer Reiz zu spielen.“ Eine willkommene Alternative mehr für Michael Roth, zumal Alexandros Vasilakis seit Wochen angeschlagen ist und auch diese Woche nicht voll trainieren konnte. Der Linkshänder wird wohl spielen, während der Einsatz von Grigorios Sanikis (Rückenprobleme) eher fraglich ist. Dafür scheint sich der scheint sich der Ex-Berliner Jonathan Stenbäcken, eine Option im linken Rückraum, akklimatisiert zu haben. Laut Roth drängte er sich mit guten Trainingsleistungen für einen Einsatz auf.

Starker TuS-Rückraum

Und gegen die robuste Lübbecker 6:0-Deckung werden Treffer aus der zweiten Reihe unbedingt gebraucht. Ein anderes Erfolgsrezept könnten „leichte“ Tore per Tempogegenstöße sein. Wenn denn die MT-Abwehr wieder so kompakt steht wie in den letzten Spielen, wenn sie die gefährliche Achse Vukovic-Löke ausbremst, wenn sie den wurfgewaltigen Rückraum mit Arne Niemeyer und Jens Schöngarth bändigt, wenn sie Wirbelwind Kristian Erik Svensson in den Griff bekommt. Damit diese Lübbecker Trümpfe erneut stechen, will sich TuS-Coach Genadij Chalepo „etwas besonderes einfallen lassen“. Denn der ehemalige Weltklasse-rückraumspieler weiß um die Melsunger defensivstärke. Und setzt folgerichtig auf spielerische Elemente. Darüberhinaus auf eine „Reaktion“ seiner Mannschaft auf die 30:31-Heimpleite gegen Balingen, die das bisherige gute Abschneiden des TuS doch erheblich trübte.

Diesen unerwarteten Ausrutscher sieht Malte Schröder „keineswegs als Vorteil für uns“. Denn: „So wird N-Lübbecke noch motivierter auftreten.“ Also ebenso hungrig wie die Gastgeber?

Von Ralf Ohm

Quelle: HNA

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