Perfekter Oberliga-Auftakt

Huskies zufrieden: Gute Stimmung statt Druck

Mit starkem Einstand: Neu-Husky Branislav Pohanka, hier rechts gegen Frankfurts Chris Stanley. Foto:  Fischer

Kassel. Es war ein Auftakt nach Maß – und dementsprechend gut ist die Laune beim Trainer. „Das hat Spaß gemacht, ich war sehr zufrieden“, sagt Jesse Panek, nachdem die Huskies mit zwei Siegen in die Eishockey-Oberliga gestartet sind.

Dem 6:2 am Freitag gegen Duisburg ließen die Kasseler am späten Sonntag ein 12:3 bei den Ratinger Ice Aliens folgen. „Wir haben das getan, was nötig war gegen einen nicht allzu starken Gegner“, sagt Panek.

Weit mehr gefallen aber hat ihm natürlich der Erfolg gegen die neben Frankfurt als vermeintlich stärkster Rivale angesehenen Füchse aus Duisburg. „Ich war gespannt, ob unsere Kraft hält. Das hat sie. Im letzten Drittel konnten die Jungs sogar noch zulegen. Und sie haben den Fans wunderschöne Tore geschenkt“, freut sich der Trainer.

Besonders gut funktioniert bei seiner Mannschaft bereits das Unterzahlspiel, in dem das Team nicht nur defensiv gut steht, sondern auch immer wieder gute Konter ansetzt, die gegen Duisburg sogar zu zwei Toren führten. Einer der Gründe neben dem immensen Laufspiel des flinken Kyle Doyle, das die Füchse schwindlig machte: Neuzugang Branislav Pohanka, den Panek in höchsten Tönen für seine Defensivarbeit lobt. Auch Stürmer Christian Billich sieht der Coach schon bestens in Schuss und ins Team integriert, hebt seine Beweglichkeit hervor. Der hünenhafte Verteidiger Gregor Stein präsentierte sich sehr robust. Panek sagt aber: „Er kann noch zulegen.“

Steigerungspotenzial gibt es naturgemäß nach nur drei Trainingswochen im Überzahlspiel. Auch wenn die erfahrenen Huskies gerade gegen Mitfavorit Duisburg durch Cleverness und Abgezocktheit beeindruckten – mit einem Mann mehr war noch nicht genug Druck auf dem Kessel.

Pressekonferenz nach dem Duisburg-Spiel

„Wir können jetzt noch nicht da sein, wo wir spielerisch und körperlich hin wollen“, sagt Kapitän Manuel Klinge. „Wir werden noch Zeit brauchen.“ Wichtig aber sei jetzt, dass der Serienstart makellos geschafft sei „und wir statt Druck nun richtig gute Stimmung haben“.

Was es auch den Neuen und vor allem den Jungen leichter macht, ins Team zu kommen. Fabian Pyszynski erlebte und bestand seine Feuertaufe am Freitag, Constantin Schneider und Tobias Arnd am Sonntag. „So schnell es geht, will ich eine vierte Reihe einsetzen“, verspricht Trainer Panek.

Am kommenden Wochenende geht es für die Huskies gegen Hamm und Herne weiter. Dann steigt auch der Rest der Liga ein. Den verfrühten Start in die Saison hatte sich Panek auf der Liga-Tagung so gewünscht. „Wir wollten im September gern schon in den Rhythmus kommen“, sagt er.

Von Frank Ziemke und Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare