Keine weiteren positiven Coronatests

Der Weg nach Dänemark ist für die Handballer der MT Melsungen frei

Das erste Pflichtspiel steht an: MT-Linksaußen Yves Kunkel (links, hier beim Test gegen die Wetzlarer Filip Mirkulovski und Stefan Cavor).
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Das erste Pflichtspiel steht an: MT-Linksaußen Yves Kunkel (links, hier beim Test gegen die Wetzlarer Filip Mirkulovski und Stefan Cavor).

Das Wichtigste vorweg: Bei Handball-Bundesligist MT Melsungen hat es keinen weiteren positiven Covid-19-Test gegeben. Somit kann das Team wie erhofft zum Hinspiel der Europacup-Qualifikation am Sonntag ab 18.30 Uhr bei Bjerringbro-Silkeborg antreten.

Kassel - Das Wichtigste vorweg: Bei Handball-Bundesligist MT Melsungen hat es keinen weiteren positiven Covid-19-Test gegeben. Somit kann das Team wie erhofft am Samstag von Frankfurt nach Dänemark reisen und zum Hinspiel der Europacup-Qualifikation am Sonntag ab 18.30 Uhr bei Bjerringbro-Silkeborg antreten. Die Partie wird im Internet bei ehftv.com live gezeigt.

Nachdem ein Physiotherapeut der Melsunger am Mittwoch positiv auf das Virus getestet worden war und daraufhin Kapitän Finn Lemke sowie der neue Torwart Silvio Heinevetter in eine 14-tägige Quarantäne geschickt wurden, war die Austragung der Partie im Nachbarland arg gefährdet. Die Tests vom Donnerstag fielen allesamt negativ aus. Zwar muss die MT jetzt ohne die beiden Leistungsträger auskommen, freut sich aber dennoch auf den ersten Pflichtspielauftritt seit fast sechs Monaten.

„Wir haben am Freitagmorgen schon auf heißen Kohlen gesessen, weil von den Ergebnissen letztlich abhing, ob wir am Sonntag spielen können“, sagt Manager Axel Geerken. Als er die EHF dann informierte, habe er schon „eine gewisse Erleichterung“ gespürt. „Das war eine hektische Woche. Wir haben uns schon einige Gedanken gemacht“, räumt Trainer Gudmundur Gudmundsson ein. Der Isländer musste viel mit seinem Team reden.

Das Abschlusstraining findet am heutigen Samstag in Melsungen statt. Anschließend geht es nach Frankfurt – mit „der kleinst möglichen Delegation“, wie Geerken verrät. Der Geschäftsführer wird selbst auch nicht mitreisen. „Die Ereignisse der letzten Tage müssen wir jetzt unbedingt aus unseren Köpfen bekommen“, betont Linksaußen Yves Kunkel. In „unserer schwierigen Situation“ sei nun jeder Spieler gefordert.

Nachwuchstorwart der MT Melsungen: Jan-Lasse Herbst.

Die MT wird mit 15 Akteuren aufbrechen. Da Lemke für die Abwehr ausfällt, müssen nun Felix Danner, Marino Maric, Arnar Frey Arnarsson oder Julius Kühn im Innenblock ran. Als zweiter Torwart kommt Jan-Lasse Herbst aus der Reserve dazu. Der 18-Jährige spielte in der vergangenen Saison noch in der Melsunger A-Jugend – jetzt ersetzt er Heinevetter und soll den Montenegriner Nebojsa Simic nach Kräften unterstützen. „Wir hoffen natürlich, dass Simo ein gutes Spiel macht“, erklärt Gudmundsson. Umso mehr, als die Nordhessen ein hartes Stück Arbeit in der Region Midtjylland erwartet.

Der erfahrene Coach bezeichnet den Kontrahenten als „überragende Mannschaft“. Silkeborg habe ein Team mit sehr viel Erfahrung. Gudmundsson muss es wissen, weil er schon etliche Spieler der Gastgeber unter seinen Fittichen hatte.

So trainierte der 59-Jährige während seiner Zeit als dänischer Auswahlcoach sowohl die drei erfahrenen Kreisläufer Jesper Nöddesbo, Rene Toft Hansen und Alexander Lynggard als auch Nikolaj Nielsen und Klaus Thomsen. Als die Nordhessen im Februar zweimal im EHF-Cup gegen die Dänen antreten mussten, machte ihnen vor allen Silkeborgs Spielmacher Sebastian Skube arg zu schaffen. Im Gegensatz zu den abgewanderten Nikolaj Markussen (Veszprem) und Johan Hansen (Hannover) ist der Slowene weiterhin eine große Stütze im Angriff des Teams von Chefcoach Peter Bredsdorff-Larsen.

„Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschaffen“, verdeutlicht Kunkel. Am Sonntag sind 350 Zuschauer zugelassen. Das zweite Duell der beiden Klubs am Sonntag, 6. September, ab 16 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle wird ohne Publikum stattfinden. (Björn Mahr)

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