Auffälligkeiten von der 25:30-Niederlage in Kassel gegen den hessischen Rivalen

MT Melsungen fehlt im Test gegen HSG Wetzlar die Spritzigkeit

Der Kapitän des Handball-Bundesligisten MT Melsungen im Testspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle in Aktion: Finn Lemke (links) gegen Wetzlars Stefan Cavor.
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Der MT-Kapitän in Aktion: Finn Lemke (links, gegen Wetzlars Stefan Cavor).

Der zweite Test – und dann das: 25:30 (12:15) unterlagen die Handballer der MT Melsungen in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den Bundesliga-Konkurrenten HSG Wetzlar. „Das ist einfach schade, weil wir seit Wochen Gas gegeben und gut trainiert haben. Heute haben wir uns leider nicht belohnt“, sagte Rückraumschütze Kai Häfner.

Kassel – Der zweite Test – und dann das: 25:30 (12:15) unterlagen die Handballer der MT Melsungen in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den Bundesliga-Konkurrenten HSG Wetzlar. „Das ist einfach schade, weil wir seit Wochen Gas gegeben und gut trainiert haben. Heute haben wir uns leider nicht belohnt“, sagte Rückraumschütze Kai Häfner. Vor dem Europacup-Auftritt in Silkeborg am 30. August unterziehen sich die Melsunger noch einem weiteren Test – kommenden Donnerstag kommt Hannover.

Ein paar Auffälligkeiten vom Freundschaftsspiel:

Die Schwächen: Es war zwar nur ein Test, aber die unzähligen technischen Fehler und Fehlwürfe speziell im ersten Abschnitt haben Trainer Gudmundur Gudmundsson aber trotzdem nicht gefallen. „Wir waren von Anfang an langsam auf den Beinen. Es hat die Spritzigkeit gefehlt“, bedauerte der Isländer. Wiederholt luden die MT-Profis den hessischen Kontrahenten förmlich zum Kontern ein. Zudem machte die Deckung keinen stabilen Eindruck.

Der starke Gegner: Für Wetzlar war es der erste Wettkampf seit Anfang März. Wirkliche Anlaufschwierigkeiten hatte die HSG nicht und trat teilweise mit viel Spielwitz auf. „Die Wetzlarer haben das routiniert gespielt. Wir haben zu hektisch angefangen“, bilanzierte MT-Kapitän Finn Lemke. Der Erfolg der Mittelhessen ging absolut in Ordnung – auch wenn Maximilian Holst und Kristian Björnsen je einen Siebenmeter gegen Nebojsa Simic vergaben.

Das mangelhafte Tempogegenstoßspiel der MT: Im Verlauf der 60 Minuten markierten die Nordhessen nur ein einziges Tor aus der ersten Welle: Yves Kunkel nach Lemke-Pass zum 1:0 (1.). Das blieb auch die einzige Melsunger Führung im ganzen Spiel. „Bei uns haben einige Prozente gefehlt. Es ist enttäuschend, wenn dir nur ein Gegenstoß-Treffer gelingt“, sagte Mittelmann Lasse Mikkelsen. Zumindest wurde das Angriffsspiel etwas besser, als der starke Mikkelsen mit Domagoj Pavlovic und Häfner die Aufbaureihe bildete.

Das Traumtor: Wenn es kein Geisterspiel gewesen wäre, dann hätte es in der zwölften Minute keinen MT-Fan mehr auf seinem Sitz gehalten. Gegen die Innenverteidiger Anton Lindskog und Olle Forsell Schefvert traf Melsungens Kreisläufer Marino Maric im Fallen mit der Rückhand (5:5). Zumindest bekam der Kroate Applaus von den Kollegen auf der Ersatzbank. Später gelang Maric noch ein ähnliches Tor.

Der doppelte Kühn: Kurz vor der Pause war Julius Kühn zum 12:15 erfolgreich – das dachten jedenfalls alle, die dabei waren. Dann aber berieten sich die Unparteiischen und nahmen den Treffer zurück – sie hatten das Spiel bereits unterbrochen. Die Reaktion Kühns? Ein Gewaltwurf kurz darauf ins linke obere Eck – 12:15.

Die Maskenpflicht: Bis auf Teams und Schiedsrichter mussten alle Beteiligten einen Mund-Nasen-Schutz tragen – also auch Sekretäre, Medienvertreter und Vereinsverantwortliche. Das ist Teil des MT-Hygienekonzepts. (Björn Mahr)

Das Aufgebot der MT gegen Wetzlar

MT Melsungen: Simic, Heinevetter – Maric 3, Reichmann 3/3, Kunkel 1, Allendorf 1, Kühn 3, Mikkelsen 7/3, Häfner 5, Danner 1, Pavlovic 1, Kastening, Arnarsson, Lemke, Salger, Pregler

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