Die Handbremse ist gelöst – Sonntag in Zweibrücken

Angreifer Matys zeigt wie Baunatal aufsteigende Tendenz

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Nimmt Fahrt auf: Baunatals Angreifer Jaroslaw Matys kommt immer besser in Schwung.

Baunatal. Die Niederlage gegen Hoffenheim am vergangenen Wochenende hat noch ein bisschen genagt. „0:3 hört sich klar an. Aber da war wesentlich mehr drin“, sagt Jaroslaw Matys, Angreifer des KSV Baunatal.

Trotzdem gehörte dieses 0:3 zu jenen Niederlagen, auf denen Fußballer aufbauen können. Deswegen fährt der Regionalligist durchaus selbstbewusst am Sonntag zum SVN Zweibrücken – Anstoß im Westpfalzstadion ist um 14 Uhr.

Laut Trainer Tobias Klöppner hätte seine Mannschaft im Kraichgau die beste Saisonleistung gezeigt. „Unser Spiel hat sich entwickelt. Wir nehmen mehr Tempo auf und erzeugen mehr Druck“, sagt Klöppner. Okay, die letzten zwei, drei Gegner stammten aus den unteren Gefilden der Tabelle. Dennoch entsteht der Eindruck, dass die Baunataler endlich Fuß gefasst haben in der Regionalliga.

Stellvertretend für die aufsteigende Tendenz des Teams steht Jaroslaw Matys. Der 26-Jährige kam zu Saisonbeginn überhaupt nicht in Tritt. Zuletzt zeigte die Formkurve steil nach oben. Die beiden Tore gegen Pfullendorf und Worms haben ihm zusätzlich Selbstvertrauen gegeben. „Es geht in eine positive Richtung. Am Anfang war ich jedenfalls überhaupt nicht zufrieden“, sagt der pfeilschnelle Außenstürmer, der in den ersten Partien mit der Reservistenrolle vorliebnehmen musste.

Nur zuschauen – das hat den Wirtschaftsingenieur, der bei VW in der Qualitätssicherung arbeitet, mächtig gewurmt. Woher das Formtief kam, weiß er bis heute nicht. „Wenn’s nicht läuft, macht man sich Gedanken, grübelt zu viel. Ich war dann irgendwie gehemmt“, sagt Matys. Irgendwann habe es dann klick gemacht. Er habe im Training eine Schippe draufgelegt, und seitdem liefe es von Woche zu Woche besser. „Die Handbremse ist jetzt gelöst.“

Und diesen Schwung will Matys ins südliche Rheinland-Pfalz mitnehmen. „Wir müssen drei Punkte holen. Es wird immer enger“, sagt der Angreifer. Zweibrücken sei schließlich ein Mitaufsteiger. Dennoch weiß Matys, dass sich der Gegner ganz anders verstärkt hat und mit 22 Punkten auf Platz acht und damit ziemlich weit entfernt von den Baunatalern steht.

In der Offensive kann das Trainerduo Klöppner/Nebe erstmals in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen. Alle sind an Bord. „Das hat vielleicht am Anfang etwas gefehlt“, vermutet Matys. So entstünde im Training mehr Konkurrenzdruck, das bringe einen nach vorn – und so wird dann auch die Handbremse locker.

Von Robin Lipke

Quelle: HNA

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