Freitag ab 19.45 Uhr Heimspiel gegen Gummersbach

Hartes Wochenende: Bleibt die MT Melsungen an der Spitze?

Ob die MT-Asse auch heute wieder jubeln können?: Felix Danner, Momir Rnic, Michael Müller, Mikael Appelgren, Christian Hildebrand (leicht verdeckt) und Nenad Vuckovic wollen gegen Gummersbach den dritten Sieg im dritten Spiel erringen. Foto: Kasiewicz

Kassel. Nicht einmal 48 Stunden liegen zwischen dem dritten und vierten Saisonspiel der Melsunger Handballer: Am heutigen Freitag (19.45 Uhr) geht es für die MT daheim gegen den VfL Gummersbach, am Sonntag (15 Uhr, im Internet live bei Sport1), wartet die Herkulesaufgabe bei der SG Flensburg-Handewitt.

„Wichtig ist für uns erstmal nur die Partie gegen Gummersbach“, stellt Kreisläufer Felix Danner klar, „wir wollen unbedingt nachlegen.“ Das bedeutet, dass die Nordhessen aus einem guten einen hervorragenden Saisonstart machen wollen. Ganz nebenbei könnten sie mit dem dritten Sieg im dritten Spiel die Tabellenführung im Bundesliga-Oberhaus erfolgreich verteidigen. Nicht das Schlechteste, als Spitzenreiter in der Flens-Arena auflaufen zu können. „Wir haben im Training schon mit einem leichten Grinsen darüber geredet. Denn so oft steht man schließlich nicht ganz oben“, erklärt Trainer Michael Roth.

Auf Radio HNA können Sie das Gummersbach-Spiel live und in voller Länge verfolgen.

Die Begegnung mit dem Altmeister aus dem Oberbergischen lässt sich mit der Auftaktpartie in Hannover vergleichen. Genauso wie die Niedersachsen verfügt der VfL über einen gefährlichen Rückraum. Nach dem Abgang von Torjäger Barna Putics nach Frankreich entfachen nun Mark Bult und Neuzugang Magnus Persson aus dem rechten Rückraum Druck. Von halblinks greifen zwei junge Akteure an: entweder Andreas Schröder oder Julius Kühn.

Emir Kurtagic

Zudem müssen sich die Melsunger auf eine überaus aggressive Deckungsreihe gefasst machen. Als „körperlich sehr präsent“ stuft Roth den Kontrahenten ein. Anders als die Hausherren konnte sich der VfL seit dem Wochenende in Ruhe auf den Auftritt in der Rothenbach-Halle vorbereiten. Dennoch leitet Gummersbachs Coach Emir Kurtagic keinen Vorteil für seine Schützlinge daraus ab: „Die MT hat einen breiten Kader mit viel Qualität.“ Und Rechtsaußen Florian von Gruchalla fügt hinzu: „Die Melsunger werden regenerativ gut versorgt sein.“

Beim gestrigen Abschlusstraining meldeten sich alle Akteure des Gastgebers einsatzbereit. Durchaus wahrscheinlich, dass Roth mit der Besetzung beginnt, die am Dienstag gegen Balingen-Weilstetten bis zur 42. Minute einen riesigen Vorsprung herausgeworfen hatte - also mit Patrik Fahlgren, den Müller-Zwillingen Philipp und Michael, den Außen Michael Allendorf und Johannes Sellin sowie Danner am Kreis.

Bei Gummersbach ist die eine oder andere personelle Überraschung in der Startformation möglich. Gegen den HSV bekam etwa der neue Regisseur Gunnar Steinn Jonsson mehr Spielzeit. Diesmal könnte Christoph Schindler erste Wahl sein. „Wir müssen über 60 Minuten hellwach sein“, fordert Kurtagic, „sonst könnten wir gegen Melsungen schnell den Anschluss verlieren.“ Und die Handballer aus der Fuldastadt werden jede Möglichkeit nutzen, um da weiterzumachen, wo sie gegen Balingen aufgehört hat - auch mit Blick auf die Tabellenspitze.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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