KSV Hessen zieht ins Kreispokalfinale gegen OSC Vellmar ein

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Voller Einsatz: Andreas Mayer vom KSV Hessen (links) und sein Vollmarshäuser Gegenspieler Patrick Jäger im intensiven Zweikampf. Seref Alkin verfolgt die Szene im Hintergrund.

Lohfelden. Kein Fußball-Wunder für den FSK Vollmarshausen: Zu konzentriert gingen die Gäste vom KSV Hessen Kassel im Kreispokal-Halbfinale zur Sache und stellten von Anfang an klar, dass sie sich keine Blöße geben wollten.

Standesgemäß gewann der Regionalligist daher beim drei Klassen tiefer angesiedelten Kreisoberligisten mit 8:0 (4:0) und trifft im Endspiel am Mittwoch (Auestadion, voraussichtlich 18.30 Uhr) auf den OSC Vellmar.

Andreas Mayer eröffnete den Torreigen (11.), als er nach Foul an Gabriel Gallus den Strafstoß sicher verwandelte. Ruhig und gelassen spulten die Löwen danach ihr Pensum ab, ohne auf allzu harten Widerstand zu treffen. Zweimal Stefan Müller per Kopf bei Standardsituationen (12., 34.) sowie Sebastian Schmeer (23.) sorgten auch zahlenmäßig für klare Verhältnisse.

Pokalatmosphäre kam angesichts der Überlegenheit des KSV selten auf, immerhin barg die faire Partie aber auch keinerlei Zündstoff. War die FSK also zu brav? „Ja, vielleicht. Nach unserer Turnierwoche waren wir ein wenig platt“, gestand Schlussmann Peter Neubert, der mit tollen Reaktionen dafür sorgte, dass seine Mannschaft zumindest ein Ziel erreichte: „Wir wollten nicht zweistellig verlieren.“

Die einzige Gelegenheit der Elf von Trainer Bernd Sturm ließ Daniel Zieba aus (22.), ansonsten trumpfte bei ihr nur Marcus Wilhelm auf: Einmal als er gleich zwei Gegner aussteigen ließ (18.), und später bei einem Beinschuss gegen Ingmar Merle (58.).

Nach der Pause baute der KSV die Führung durch Merle (63.), Dierck (75.), Müller (80.) und Riske (86.) aus. Auffälligster Akteur: Andreas Mayer, der war mit seinen Distanzschüssen wenig erfolgreich, bediente aber seine Nebenleute immer wieder gekonnt.

Obwohl die Löwen in dieser Woche bereits die 120 Pokalminuten in Baunatal absolvieren mussten und noch am Samstag bei Zweitliga-Aufsteiger SV Sandhausen mit 4:1 gespielt und gewonnen hatten, offenbarten sie keinerlei Schwächen. „Die Mannschaft hat eine Menge ansehnlicher Spielzüge und Tore geboten“, zeigte sich Trainer Uwe Wolf rundum zufrieden. Aber auch Einstellung und Wille seiner Elf hatten es ihm angetan: „Die Jungs haben die Angelegenheit absolut ernst genommen, viel Laufarbeit geleistet und konsequent gegen den Ball verteidigt.“

Professionell eben, wie auch in Bezug auf die Formation, in der Ricky Pinheiro fehlte. „Er hat in Baunatal Gelb-Rot gesehen. Und weil wir Profis sind, war er nicht dabei, auch wenn er vielleicht gar nicht gesperrt gewesen wäre.“

Und noch jemand musste an diesem Nachmittag leiden: KSV-Schlussmann Tobias Schlöffel und der Vollmarshäuser Marcus Beer waren unglücklich zusammengestoßen (45.). Während Schlöffel mit einer Platzwunde auf der Wange weitermachen konnte, musste Beer mit einer Mundverletzung ausscheiden.

Von Wolfgang Bauscher

Quelle: HNA

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