KSV Hessen: Für Gundelach kommt Heussner gegen Pfullendorf

Wird gegen Pfullendorf wieder im Team sein: Florian Heussner, Außenverteidiger des KSV Hessen. Foto: Fischer/nh

Kassel. In gewisser Weise muss Mirko Dickhaut seine Taktik für das Auswärtsspiel seines KSV Hessen Kassel am Samstag beim SC Pfullendorf (Anpfiff: 14 Uhr) ändern.

Lesen Sie auch

Zepek denkt nur an Pfullendorf

KSV-Fans aufgepasst: Darmstadt-Spiel tippen und gewinnen

Hatte der Trainer des Regionalliga-Spitzenreiters seinen Jungs zuletzt eingebläut, bloß nicht schon wieder ein Gegentor in der ersten Minute zu kassieren, so liegt sein Augenmerk dieses Mal auf der Nachspielzeit. Und das hat seinen Grund.

Pfullendorf und die Nachspielzeit – das ist für den KSV Hessen nämlich ein ganz besonderes Kapitel. Angeblich soll es schon Albträume ausgelöst haben. Im vergangenen Jahr schoss ein gewisser Georges Ekounda das 2:1 für Pfullendorf – in der Nachspielzeit. Ein Jahr zuvor erzielte Adem Sari das Goldene Tor für den SC. Er, der selbst mit dem KSV in Verbindung gebracht wurde, tat das nicht irgendwann, sondern in der? Nachspielzeit.

Um diesmal selbst für ein Tor in der Nachspielzeit gewappnet zu sein, empfiehlt Dickhaut seinen Spielern, schon zuvor – bei allem Respekt für den Gegner – genügend Tore zu schießen, was ja prinzipiell kein schlechter Gedanke ist.

Trotz der schwachen Leistungen zuletzt hält der KSV-Coach den kurzzeitig auch finanziell angeschlagenen Gegner für gefährlich: „Für die ist das das Spiel des Jahres. Da werden sie sich strecken.“ Und doch ist Dickhaut nicht bange. Sein Team habe in den zwei Wochen ohne Pflichtspiel konzentriert gearbeitet und noch einmal durchgeatmet vor diesem April, in dem die Löwen alles erreichen, aber auch vieles verpassen können (siehe Info-Kasten auf der rechten Seite).

Personell hat der KSV-Trainer nur eine Sorge: Außenverteidiger Sebastian Gundelach fällt aller Voraussicht nach aus. Er hatte sich im Pokalspiel Mitte März in Fernwald das Kreuzband gedehnt und ist noch nicht wieder richtig fit.

Für ihn wird Florian Heussner von Beginn an spielen. Der 23-Jährige hatte in der Hinrunde 13 Begegnungen absolviert, ist in der Rückrunde bisher aber noch nicht zum Einsatz gekommen. Dickhaut beschreibt Heussners Verhalten während seiner Zeit auf der Ersatzbank als vorbildlich. Er hat keine Zweifel, dass der Außenverteidiger seine Aufgabe gut löst.

Ansonsten ist mit keinen Veränderungen im Vergleich zum 3:0 gegen Memmingen vor zwei Wochen zu rechnen. Das heißt: In der Startelf werden wohl auch Verteidiger Jens Grembowietz und Mittelfeldspieler Mario Pokar stehen.

Anreisen nach Pfullendorf werden sie und ihre Kollegen schon heute. Schließlich liegt vor ihnen eine mehr als sechsstündige Busfahrt. Pfullendorf liegt in der Nähe des Bodensees. Es ist ein schönes und idyllisches Städtchen, wie auch Mirko Dickhaut sagt. Das fällt ihm noch ein zu Pfullendorf. Neben der Sache mit der Nachspielzeit.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare