Endstand 2:0

Schmeer lässt die Löwen jubeln gegen Hoffenheim II

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Kassel. Der KSV Hessen Kassel nimmt endgültig Kurs auf die Aufstiegsplayoffs. Der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Südwest brauchte im Spitzenspiel gegen 1899 Hoffenheim II 45 Minuten Anlaufzeit, landete dann aber nach einer bärenstarken zweiten Hälfte einen hochverdienten 2:0 (0:0)-Sieg.

Umjubelter Schütze beider Tore war Sebastian Schmeer. Vor der Pause war das so noch nicht zu erwarten. Sowohl Enrico Gaede als auch Jonas Marz wurden nicht rechtzeitg fit, fehlten den Gastgebern. Für sie standen Viktor Riske und Gabriel Gallus in der Startelf. Und es waren die Hoffenheimer, die das Spiel bestimmten. Zweimal wurde es auch richtig brenzlig für die Löwen. In der 6. Minute stand Andreas Schön frei am Fünfmeter-Raum, schoss aber am Tor vorbei. Auch in der 30. Minuten war Schön beteiligt.

Nach einem Ballverlust von Sebastian Schmeer im Mittelfeld klärte Tobias Becker im letzten Augenblick vor Hoffenheims Stürmer. Und der KSV? Der agierte betont defensiv und fand offensiv in den ersten 45 Minuten nur durch zwei Freistöße statt. Der erste, getreten von Christian Henel, landete in der Mauer (4.), der zweite von Nico Hammann brachte Gefahr, doch das Leder segelte am linken Pfosten vorbei (35.). Nach der Pause aber, da legten die Löwen deutlich zu. Sie störten früher, eroberten die Bälle schneller, hatten bald auch richtig gute Möglichkeiten. Zunächst sorgten zwar Viktor Riske und Carsten Nulle für kurzes Herzrasen auf den Rängen, als der Torhüter einen aufsetzenden Rückpass erst im Nachsetzen unter Kontrolle bekam.

Fotos: KSV gegen Hoffenheim II

KSV Hessen Kassel gegen Hoffenheim II

Dann aber, dann nahm der KSV Fahrt auf. Immer beteiligt: Christian Henel. Zunächst verzog er, von links in den Strafraum kommend (49.). Später schoss er bei einer feinen Eckenvariante nach Hammanns Zuspiel aus der Drehung, scheiterte aber an Torhüter Tim Paterok (53.). Und schließlich stand Henel am Ende einer Kette von zahlreichen Schussversuchen, zog erneut aus der Drehung ab, doch erneut war Paterok Endstation. Und das Tor? Das erzielte nicht Henel, sondern Sebastian Schmeer. Der war auf der rechten Seite bis dahin eher blass geblieben – setzte sich dann aber nach einem schönen Zuspiel von Gabriel Gallus souverän und selbstbewusst durch, schüttelte seinen Gegenspieler ab, umkurvte den Torhüter und traf zum umjubelten 1:0 (64.) „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, schallte es da wieder aus der Ostkurve. Die Partie blieb rasant. U

nd sie blieb ein Duell zwischen Henel und Paterok. Noch zweimal (72. und 77.) siegte Hoffenheims Torhüter. Doch dafür wurde er wieder von Schmeer geschlagen. Der marschierte nach einem langen Pass frei auf das Tor zu, schloss erneut kaltblütig ab (80.). Das 2:0, die Entscheidung. Und die Weichenstellung für den KSV auf dem Weg Richtung Aufstiegsplayoffs. (frz)

Quelle: HNA

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