Bei Sieg geht’s einen Rang hoch

KSV Hessen bei Hoffenheim: „Platz fünf wäre der Höhepunkt“

Hofft auf Rang fünf: Sergej Evljuskin (KSV). Archivfoto: Hedler

Kassel. Die einen haben 44 Punkte, die anderen 46 Zähler auf dem Konto. Wenn der KSV Hessen am Samstag ab 14 Uhr in der Fußball-Regionalliga das Duell der Tabellennachbarn bei der Reserve der TSG Hoffenheim gewinnt, verdrängt er die Kraichgauer vom fünften Platz.

„Es juckt jetzt schon ein bisschen, wo wir so gut stehen“, sagt Tobias Cramer, „und wir haben uns diese Platzierung verdient.“

Allerdings weiß der Kasseler Trainer auch, wie schwierig die Aufgabe im Dietmar-Hopp-Stadion in Sinsheim wird: „Die Hoffenheimer haben eine hohe spielerische Qualität und setzen auf ein enormes Tempo.“ Die 1:2-Niederlage der TSG am vergangenen Wochenende bei Teutonia Watzenborn-Steinberg in Wetzlar, wo die Löwen am Dienstag 2:0 gewannen, nimmt Cramer nicht als Maßstab – wegen der schwierigen Platzverhältnisse. Die Badener benötigen für ihr Kombinationsspiel ein ebenes Geläuf. „Und in Sinsheim“, sagt der Gäste-Trainer, „spielt das Team praktisch auf einem Teppich.“

Im Hinspiel unterlagen die Kasseler im Auestadion 1:3 gegen eine starke Hoffenheimer Elf. „Keiner will zweimal in einer Saison gegen denselben Gegner verlieren“, unterstreicht KSV-Mittelfeldmann Sergej Evljuskin den Ehrgeiz seines Teams, „und Platz fünf wäre ein echtes Highlight für uns.“

Kopf der TSG-Mannschaft ist der frühere Bundesliga-Profi Marco Engelhardt. Der einstige Nürnberger und Lauterer Defensivmann, mittlerweile 36 Jahre alt, trug sogar dreimal das deutsche Nationaltrikot. „Er ist der Fels in der Brandung, er leitet das junge Team“, erklärt Cramer.

Ansonsten ist das Hoffenheimer Team eine große Unbekannte. Denn die Aufstellung der TSG hängt zunächst einmal davon ab, wer heute Abend im Bundesliga-Spiel für die Kraichgauer in Berlin zum Einsatz kommt – oder eben nicht. Zudem kann es gut sein, dass das Ausbildungsteam der Hoffenheimer nun angesichts der angenehmen Tabellensituation den üblichen Umbruch forciert und auch schon Talenten aus der eigenen U 19 Bewährungschancen einräumt.

„Wir brauchen eine Top-Leistung“, betont Tobias Cramer. Fehlen werden ihm nach wie vor Marco Dawid, Cabrel Mendy und Tim-Philipp Brandner (alle im Aufbautraining). (bjm)

Quelle: HNA

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