Der KSV Hessen zwischen Insolvenzverfahren und Transferschluss

Gute Haltungsnoten: KSV-Innenverteidiger Lucas Albrecht (hinten) und Steven von der Burg vom TSV Lehnerz im Testspiel am Samstag auf dem Kunstrasenplatz am Auestadion. Im Hintergrund: Sascha Korb. Foto: Hedler

Kassel. Im Test gegen den TSV Lehnerz am Samstag durften die beiden Gastspieler Cédric Mimbala und Maik Baumgarten noch einmal für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel ran.

Ab heute sind sie zunächst nicht mehr dabei - und wohl auch keine anderen möglichen Neuzugänge. Der Grund ist eine Frist, die sehr nah an einer anderen liegt.

Das Spiel 

3:1 (2:0) gewannen die Löwen gegen den Tabellendritten der Hessenliga auf dem heimischen Kunstrasenplatz. Die Tore erzielten Sebastian Schmeer (29.), Adrian Bravo Sanchez (33.) und Marcio Dawid (89.). Trainer Tobias Cramer setzte wie über weite Strecken in der Vorbereitung auf ein neues System: 3-5-2 statt 4-1-4-1.

So saß unter anderem Sergej Evljuskin zunächst auf der Bank. Im Sturm begannen Schmeer und Sebastian Szimayer gemeinsam. Sascha Korb und Tim Brandner spielten den Part auf den Außen - in der Defensive bildeten sie so eine Fünferkette mit Lucas Albrecht, Frederic Brill und Sergej Schmik. Cramer kann sich durchaus vorstellen, dieses System auch in der Rückrunde zu nutzen. Der nächste Test steht morgen an. Ab 16 Uhr ist Wacker Nordhausen aus der Regionalliga Nordost zu Gast.

KSV Hessen gewinnt Testspiel gegen Lehnerz

Die Insolvenz 

Das Insolvenzverfahren ist eigentlich abgeschlossen. Aber eben nur eigentlich. Noch bis morgen könnten Gläubiger, die bei der Gläubigerversammlung am 16. Januar nicht vor Ort waren, von ihrer Widerspruchsfrist Gebrauch machen. Das schränkt die Handlungsfähigkeit in Sachen Transfers ein, will man kein Risiko eingehen. Und das will der KSV sicher nicht.

Das Transferfenster 

Die Schwierigkeit, möchten die Löwen noch Verstärkungen für den Abstiegskampf verpflichten, ist das Schließen des Transferfensters. Morgen ist bereits der 30. Januar. Neuzugänge können nur noch bis zum 31. Januar unterschreiben. Anschließend gibt es keine Möglichkeit, einen Spieler zu holen, weil sich auch vertragslose Akteure nach der zweiten Wechselperiode keinem Verein anschließen dürfen. Das wäre bei Maik Baumgarten und den zuvor gehandelten Sebastian Schachten und James McFadden der Fall. Alle drei haben derzeit keinen Arbeitgeber, dürften aber nicht zu den Löwen stoßen.

Wenn überhaupt, dann werden Neuzugänge des KSV wohl erst kurz vor Transferschluss bekanntgegeben. Zeit zum Einspielen bleibt anschließend keine mehr.

Hintergrund: Spiel gegen Mainz verlegt

Das zweite Spiel des KSV Hessen nach der Winterpause wurde verlegt: Beim TSV Schott Mainz treten die Löwen statt am Freitag, 9. Februar, nun einen Tag später an: am Samstag, 10. Februar, ab 14 Uhr.

Quelle: HNA

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