EV Landshut ab 17 Uhr zu Gast

Kassel Huskies können heute Heimrekord einstellen

Huskies-Stürmer Brett Cameron.
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Zurück in der Erfolgsspur: Huskies-Stürmer Brett Cameron.

Samstagabends ist Eishockeyzeit. Normalerweise schaut Tim Kehler Spiele am TV. Heute aber ist alles anders. Denn dann heißt es für ihn und seine Kassel Huskies erstmals in dieser DEL2-Saison auch an einem Samstag: Eishockeyzeit in der Kasseler Eissporthalle.

Zu Gast ist zu dieser ungewöhnlichen Stunde ab 17 Uhr der EV Landshut.

Und für die Huskies ist es nicht nur ein besonderes Spiel, weil sie erst am späten Donnerstagabend einen hart erkämpften 5:4-Sieg nach Penaltyschießen in Bayreuth errungen haben. Für sie geht es auch um eine besondere Bestmarke: Gewinnen sie auch ihr zwölftes Heimspiel seit Mitte Dezember hintereinander, dann stellen sie ihren DEL2-Heimrekord aus der Saison 2017/18 ein. Zur Erinnerung: Damals gewannen die Kasseler zwischen dem 6. Oktober und 22. Dezember 2017 zwölf Partien in eigener Halle in Serie.

Anders als in Bayreuth aber dürfen sich die Huskies heute keinen „Totalausfall“ im ersten Drittel leisten, wie Coach Kehler es nannte. Viel zu harmlos, ein frühes Gegentor, 0:2-Rückstand zur Pause – die Vermutung liegt nahe, dass Landshut das ebenso bestrafen würde wie unbequeme Tigers. Denn der EVL führte am Donnerstag ebenfalls nach 20 Minuten zuhause gegen die Bietigheim Steelers mit 2:0 – der Grundstein für einen souveränen 6:1-Erfolg gegen den Aufstiegsaspiranten – nach zuvor fünf Niederlagen.

In Bayreuth aber machten es die Kasseler in den verbleibenden 40 Minuten deutlich besser und am Ende sogar einen 2:4-Rückstand noch wett. Durch Brett Camerons Doppelschlag innerhalb von 33 Sekunden (51. Minute). Ausgerechnet Cameron möchte man sagen. Denn nach seiner Verletzung war der Kanadier zuletzt nicht so recht in Schwung gekommen, setzte nun aber ein Ausrufezeichen. Auch, weil sein Coach zu einem Kniff gegriffen hatte, wie er später verriet: „Ich habe Brett von rechts nach links gezogen.“, erklärte Kehler. Und Außenstürmer Cameron bedankte sich mit zwei Toren. „Das freut mich für ihn.“

Doch der Blick geht nun auf Landshut. „Wir werden eine andere Mannschaft sehen als Ende November“, sagt Kehler. Damals, wir erinnern uns, war Landshut mit einem Mini-Kader angetreten, weil sich ein Teil des Teams in Quarantäne befand. Die Huskies gewannen 3:1. „Die Mannschaft hat nun ein anderes Gesicht“, sagt Kehler. „Die meisten Spieler haben wir ja noch gar nicht gesehen.“ Allerdings muss man jemanden wie Zach O’Brien gar nicht live gesehen haben, um seine Torgefahr einschätzen zu können. Denn mit 23 Toren und 29 Vorlagen ist der Kanadier der Topscorer der DEL2.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit Axel Kammerer, der allerdings nicht mehr an der Bande steht, sondern seit seiner Rückkehr zum EVL im Januar als Sportlicher Leiter fungiert. Zu Beginn der 2000er hatte er als Trainer in Kassel gearbeitet.

(Von Michaela Streuff)

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