2:0 - Ochs ebnet dem KSV den Weg zum Sieg

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bleibt in dieser Saison zuhause eine Macht und hat die Niederlage in Memmingen gut weggesteckt. Gegen den SC Pfullendorf gewannen die Löwen am Abend vor 4000 Zuschauern auch das fünfte Spiel im heimischen Auestadion. Sie festigten somit die Tabellenspitze.

Mann des Tages war René Ochs, der beim 2:0-Erfolg den ersten Treffer erzielte. Enrico Gaede stellte schließlich den Endstand her.

Das Spiel hatte mit 15-minütiger Verspätung begonnen, weil es ein technisches Problem beim Deutschen Fußball-Bund gab. Er muss vor jeder Partie die Spielerdaten überprüfen, die über Computer übermittelt werden. Es dauerte, bis der Verband die Situation in den Griff bekam und die Begegnung endlich freigab.

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Allerdings: Auch als der Ball rollte, tat sich zunächst nicht wirklich mehr auf dem Rasen als unmittelbar vor dem Anpfiff, als sich die Spieler länger als vorgesehen warmliefen. 20 Minuten vergingen, ehe einer mal mehr als andeutete, dass dieses Spiel ein Ziel hat.

Wer das war? Na klar: Andreas Mayer, dessen Einsatz nach einer Verletzung am Knie lange fraglich war. Er zog aus 25 Metern ab. Der Ball wurde immer schneller, er senkte sich rechtzeitig, um im Winkel des Pfullendorfer Tores einschlagen zu können. Es wäre ein Traumtor geworden. Doch es gab in Gäste-Keeper Ralf Hermanutz einen Spielverderber. Er lenkte den Ball noch an die Latte.

Ansonsten: Ebbe. Bis zur 43. Minute. Es war die Minute des René Ochs, der so langsam, aber sicher zur traurigen Gestalt des KSV heranzuwachsen drohte. Es wurde schon vermutet, er habe das Toreschießen verlernt. Auch in diesem Spiel hatte er bis dahin nicht wirklich glücklich agiert.

Der KSV besiegt Pfullendorf

Die Zuschauer begannen zu murren, als er mal wieder eine Flanke verzog. Aber dann entschloss er sich in eben dieser 43. Minute zu einem Schuss von der Strafraumgrenze aus - halbrechte Position. Es war ein Spielchen mit dem Risiko. Wenn es schief gegangen und der Ball in den Wolken gelandet wäre, hätten die Zuschauer wohl gepfiffen.

Ochs aber traf den Ball optimal. Es war das Traumtor, das Andreas Mayer noch versagt geblieben war. Wie sehr Ochs dieses Erfolgserlebnis befreit haben muss, zeigt seine Reaktion: Er lief über den gesamten Platz zu den Auswechselspielern hinter dem eigenen Tor und nahm die Glückwünsche entgegen. Dieser Treffer war der Höhepunkt in einer Begegnung, die nach dem Seitenwechsel besser wurde und vor allem spannend blieb.

Das lag auch daran, dass Tobias Damm unmittelbar nach der Pause die große Chance zum 2:0 vergab und Pfullendorfs Torwart den Ball nach Mayers wuchtigem Freistoß hielt. Nur gut, dass die Gäste harmlos blieben und die KSV-Abwehr von Beginn an funktionierte.

Hier hatte Löwen-Trainer Mirko Dickhaut für eine Überraschung gesorgt: Er ließ Mentor Latifi anstatt Jens Grembowietz als zweiten Innenverteidiger auflaufen. Auch Sebastian Gundelach durfte von Anfang an ran. Florian Heussner musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Sowohl Gundelach als auch Latifi machten ihre Sache ordentlich.

Mann des Tages aber war René Ochs. Daran änderte auch der Treffer zum 2:0 in der 85. Minute durch Enrico Gaede nichts mehr.

Die Fakten

KSV: Jensen - Gundelach, Latifi, Neunaber, Weigelt (49. Heussner) - Ochs, Gaede, Asaeda, Mayer - Damm, Bauer (62. Pokar)

Pfullendorf: Hermanutz - Falkenmayer, Kiefer, Narr, Straub - Schreyeck (74. Hepp), Braun - Schneck (46. Greuter), Biggel, Jeske (64. Kalludra) - Teever Schiedsrichter: Rafati (Hannover) -

Zuschauer: 4000 Tore:1:0 Ochs (43., 2:0 Gaede (85.) Gelbe Karte: Pokar

Von Florian Hagemann

Quelle: HNA

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