Regionalliga Nord: Holstein Kiel ist der Favorit – der VfB Lübeck ist bereits pleite

Hier sind Störche im Höhenflug

Wie in der vergangenen Saison im DFB-Pokal: Dort sorgte Holstein Kiel für Furore. In dieser Saison gilt die Konzentration dem Aufstieg in die dritte Liga. Foto: dpa

Kassel. Ein Traditionsklub steht in der Regionalliga Nord ganz oben. Doch dieser steht im Schatten der besten Handballmannschaft der Welt. Holstein Kiel hat also an zwei Fronten zu kämpfen. Um den Aufstieg in die dritte Liga und um die Akzeptanz bei den Landeshauptstädtern.

Bislang sieht es zumindest beim ersten Ziel recht gut aus. Die Kieler führen die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung vor Hannover II an. Ein Garant dafür ist auch Ex-Löwen Keeper Morten Jensen. Der Weg in die Relegationsrunde führt nur über die Störche, wie die Mannschaft von Trainer Thorsten Gutzeit genannt wird.

Allerdings ist Kiel die Handballhauptstadt. Daran ändert auch der Zuschauerschnitt der Störche von derzeit 3390 Zuschauern pro Spiel wenig. Doch der Zuschauerschnitt steigt. Laut dem sportlichen Leiter Andreas Bornemann würde Kiel auch zwei Spitzenmannschaften „problemlos“ verkraften. Das Spitzenspiel gegen Hannover II wurde mit 3:2 gewonnen und damit die Wintermeisterschaft gesichert.

Holstein Kiel galt bereits vor der Saison als großer Aufstiegsfavorit und wird diesen Erwartungen derzeit gerecht. Der Aufstieg war allerdings schon in der vergangenen Saison das Ziel der Kieler. Doch überraschend sicherte sich der Hallesche FC die Meisterschaft und damit den Startplatz in Liga drei. Dafür sorgten die Kieler im DFB-Pokal für Furore, schlugen unter anderem den Bundesligisten aus Mainz und scheiterten erst im Viertelfinale am späteren Pokalsieger aus Dortmund.

In dieser Saison waren die Störche nicht für den Pokal qualifiziert und können sich ganz auf die Liga konzentrieren. In Kiel setzt man auf ein langfristiges Konzept und nicht wie in anderen Ligen auf eine zusammengekaufte Mannschaft. Das geht bislang auf.

Der große Trumpf der Kieler ist ihre Variabilität bei den Torschützen. Bereits 15 verschiedene Spieler trafen in dieser Saison. Allerdings ist die Regionalliga Nord leistungsmäßig eher hinter den anderen Ligen einzuordnen. Kiel ist mit Abstand die größte Hausnummer in der Liga. In der Liga spielen neben fünf zweiten Mannschaften und einigen Dorfmannschaften noch die früheren Zweitligisten aus Meppen und Oldenburg um Punkte. Der frühere Zweitligist aus Lübeck ist hingegen nicht mehr dabei. Die Lübecker mussten Insolvenz anmelden und tragen in der Rückrunde nur noch Freundschaftsspiele aus.

Von Daniel Schneider

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare