Handball-Bundesliga: MT Melsungen droht heute der Ausfall von Rechtsaußen Karipidis

Hildebrand in Göppingen gefordert

Am Ball: Melsungens Rechtsaußen Christian Hildebrand Archivfoto: Schachtschneider/nh

Melsungen/Göppingen. Da hatte sich Michael Roth in den vergangenen Tagen intensive Gedanken gemacht, wie er das Angriffsproblem seiner Mannschaft in den Griff bekommt. Und dann erreichte den Trainer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen am Montag die nächste Hiobsbotschaft. Nach Malte Schröder (Rippenverletzung) meldete sich nun mit Savas Karipidis (Magen- und Darm-Grippe) der nächste Linkshänder im Team ab. Der Einsatz des Griechen im heutigen Auswärtsspiels (19 Uhr, EWS-Arena) gegen Frisch Auf Göppingen ist äußerst fraglich.

Sehr wahrscheinlich also, dass die Nordhessen zumeist mit einem reinen Rechtshänder-Rückraum operieren müssen. Erste Kandidaten dafür sind Patrik Fahlgren, Nenad Vuckovic und Jonathan Stenbäcken. Aber auch der junge mit einem Zweitspielrecht ausgestattete Phil Räbiger, zuletzt beim Drittligisten Eintracht Baunatal auf ungewohnter Position auf Halbrechts aufgeboten, darf sich Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz im Oberhaus machen. Zumindest möglich ist eine Variante mit zwei Kreisläufern, wobei die Abwehrstrategen Felix Danner und Daniel Kubes die erforderlichen Lücken in die Göppinger Deckung reißen sollen. „Beim Gegner ist die Euphorie durch den Erfolg im Europapokal natürlich groß, aber sie haben auch Schwächen“, weiß Roth und traut seinen Schützlingen ein gutes Ergebnis zu.

Auch wenn Melsungen und Göppingen als die beiden Kiel-Bezwinger in dieser Runde aufhorchen ließen, ist die Heimmannschaft doch als Favorit anzusehen - etwa angesichts zweier bärenstarker Halblinker (Pavel Horak, Momir Rnic).

„Wir müssen mit breiter Brust ins Spiel gehen und 60 Minuten konzentriert zu Werke gehen“, fordert Christian Hildebrand. Der Rechtsaußen steht aufgrund des möglichen Ausfalls von Karipidis unter besonderem Druck und soll zusammen mit Michael Allendorf (linke Seite) für leichte Tore aus dem schnellen Gegenstoß sorgen. Der 27-Jährige schielt mit einem Auge auf einen zählbaren Erfolg: „Vielleicht ist das der Tag, an dem wir aus dem Sumpf rauskommen.“

Dabei müssen er und seine Mitstreiter nicht nur gegen ein paar Spieler, sondern auch ein paar Tausend Göppinger Fans bestehen, die die Halle traditionell immer in ein Tollhaus verwandeln. „Wir haben Respekt vor Melsungen“, meint Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovic, „die Tagesform wird entscheidend sein.“

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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