Stadt sperrt Plätze, Regionalliga macht Druck

Hin und Her um Heimspiel des KSV Hessen

Der Kunstrasenplatz am Auestadion.
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Fußball immer noch nicht möglich: Sowohl das Auestadion als auch der Kunstrasenplatz wurden vom Sportamt bis kommenden Mittwoch gesperrt.

Spielen sie, oder spielen sie nicht? Sicher ist, dass nichts sicher ist.

Kassel – Denn nachdem der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel gestern Mittag zunächst vermeldet hatte, dass das Heimspiel am Samstag ab 14 Uhr gegen Eintracht Stadtallendorf ausfällt, weil das Sportamt Kassel sowohl Auestadion als auch Kunstrasenplatz gesperrt hat, wurde am Nachmittag noch einmal zurückgerudert.

Nun heißt es: Die Situation wird von Tag zu Tag neu bewertet. Auch am Samstagmorgen soll der Platz noch einmal begutachtet und anschließend über eine Austragung entschieden werden.

Was steckt dahinter? Für Kassel sind am Samstag 14 Grad angesagt. Aber: Nach den Schneefällen sind beide Plätze noch nicht geräumt, die Löwen absolvieren seit anderthalb Wochen nur Laufeinheiten und machen Kraft-Ausdauer-Übungen. Dass die Plätze noch von Schnee bedeckt sind, hat einen Grund: Die Trecker des Vereins und der Stadt sind nicht einsatzbereit. Deswegen ist bislang nichts passiert. Nun schmilzt der Schnee zwar, war gestern aber noch nicht weg.

Bei der Platzbegehung beschloss das Sportamt also, dass die möglichen Spielorte noch bis kommende Woche Mittwoch gesperrt bleiben. Als die Regionalliga Südwest von der Absage hörte, machte sie aber Druck. Die Partie solle auf jeden Fall stattfinden, hieß es da. Im Zweifel werde erst am Samstagmorgen entschieden.

Die Liga steht angesichts von noch 20 auszutragenden Spielen – so im Fall des KSV – unter Zeitdruck, kann sich nicht mehr viele Absagen erlauben. Wie dieses Hin und Her ausgeht, ist offen. Dass der Platz von Helfern geräumt wird, lehnte das Sportamt ab, da er dabei zu großen Schaden nehmen könnte.

Personell sieht es – sollte am Samstag gespielt werden – wieder besser aus für die Löwen. Trainer Tobias Damm sagte, dass nur Jon Mogge ausfallen würde. Kapitän Frederic Brill ist ebenso zurück wie Tim Brandner und Sebastian Schmeer. Auch die Nachwuchskräfte Serkan Durna und Leonardo Zornio stehen wieder zur Verfügung. „Sie können alle spielen, sind in einem guten Zustand“, sagt Damm. Von Kassels Fußballplätzen kann man das derzeit nicht behaupten. (Maximilian Bülau)

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