Zum Start in die Fußball-Saison

KSV und KSV beim Lesertreff: Regionalligisten stehen Rede und Antwort

Kassel. Das Geburtstagsständchen für Matthias Mink war ein Frontalangriff auf das akustische Wohlempfinden der meisten Gäste, aber weitere Misstöne blieben aus. 100 Fußballfans hatten beim HNA-Lesertreff mit Vertretern der beiden heimischen Fußball-Regionalligisten KSV Hessen und KSV Baunatal viel Vergnügen.

Sie erlebten am Donnerstag im Düsseldorfer Hof ein kurzweiliges Programm, durch das die beiden HNA-Sportredakteure Florian Hagemann und Torsten Kohlhaase führten. Wir haben gesammelt, was uns besonders aufgefallen ist.

DER PHILOSOPH

„Das Leben ist kein Fußball.“ Der Mann, der das sagt, ist 24 Jahre alt und Torwart des KSV Baunatal. Niklas Hartmann wollte eigentlich Fußballprofi werden, ist aber durch viele schwere Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden. Jetzt weiß Hartmann, dass das Leben noch andere wichtige Dinge bereithält. Der neue Baunataler Torwart sagt aber auch: „Ich habe einen positiven Eindruck vom KSV Baunatal, und wir werden alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen.“

DER WG-BEWOHNER

Wohnungssuche ist nicht immer prompt von Erfolg gekrönt. Eine Erfahrung, die in diesen Tagen Dennis Lemke macht. Der neue Mittelfeldspieler des KSV Hessen ist bei seinen Kollegen Tino Schulze und Benjamin Girth untergekommen und gibt zu: „Ich schlafe immer noch auf der Couch.“ Das Sofa ist offenbar ein bequemes, denn Lemke macht einen ausgeschlafenen Eindruck.

DER HUMORIST

Gefragt, an welchen Kontrahenten sich seine Mannschaft orientieren könne, zählte Baunatals Trainer Tobias Nebe Elversberg, Saarbrücken, Homburg und den KSV Hessen auf, um sich dann - ernst gemeint - zu korrigieren: „Koblenz, Pirmasens, Nöttingen und Walldorf.“ Nebe ist klar: „Für uns gibt es wieder den Kampf gegen den Abstieg.“

DER REALIST

Löwen-Trainer Matthias Mink, der am Donnerstag 47 wurde, ließ sich nur ungern eine Prognose im Hinblick auf einen möglichen Tabellenplatz entlocken. Angesichts der starken Konkurrenz wäre Mink mit einem achten oder neunten Platz zufrieden. Wichtiger ist dem KSV-Trainer, dass seine Mannschaft in einer Saison ohne Nebengeräusche sehenswerten Fußball bietet. Mink hat das so zusammengefasst: „Wir wollen nicht nach den Sternen greifen.“ Der Löwen-Trainer überraschte schließlich mit einem Geschenk für Gastgeber Kostas Vick. Dem Gastwirt war im Rahmen eines Pokalspiels zwischen dem KSV Hessen und Fortuna Düsseldorf von Düsseldorfer Fans eine große im Biergarten wehende KSV-Fahne gestohlen worden. Aber seit Donnerstag gibt es wieder eine Löwen-Fahne, die den Düsseldorfer Hof schmückt. Mink hatte sie dabei.

Fotos vom Lesertreff

KSV und KSV: Fotos vom Lesertreff

DER BESONNENE

Tobias Becker, der KSV-Kapitän, ist kein Mann der unbedachten Worte. Becker wäre wohl längst kein Löwe mehr, wenn mit dem damaligen Sportvorstand Andre Schubert und Trainer Mink im Winter nicht zwei Fachleute den Umschwung eingeleitet hätten. Becker ist vorsichtig optimistisch und sieht den KSV mit Mink und den neuen Spielern auf einem guten Weg. Vom Aufstieg hat aber auch der Kapitän nicht gesprochen. Gezeigt hat er dann wie gut er mit dem Ball umgehen kann. Nach 100 Ballkontakten sollte Becker das Jonglieren beenden, aber die Zuschauer hatten den Eindruck, dass der Mittelfeld-Akteur das Spielchen noch stundenlang hätte fortsetzen können.

DER GELDEINTREIBER

Erfahren haben wir auch noch, dass Florian Heussner beim KSV Baunatal darüber wacht, dass alle Regeln eingehalten werden. Es gibt einen Strafenkatalog, und Heussner treibt das Geld ein. Wer am meisten einzahlen musste, wollte der Außenverteidiger nicht verraten. Nur soviel: „Steffen Friedrich und Tim-Philipp Brandner, die von uns zum KSV Hessen gegangen sind, waren mit vorn dabei.“

Der KSV Hessen Kassel stellt sich vor

Der KSV Baunatal stellt sich vor

Quelle: HNA

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