Huskies unterliegen Ingolstadt nach Verlängerung noch 2:3 – Soares und Damon treffen

Huskies verspielen 2:0-Führung

Kassel. Der fünfte Heimsieg im sechsten Spiel war greifbar nahe, doch nach drei Pfostentreffern reichte den Huskies diesmal selbst ein 2:0-Vorsprung nicht. Ein Tor von Pat Kavanagh nach zwölf Sekunden der Verlängerung besiegelte die 2:3 (1:0, 1:1, 0:1 - 0:1)-Niederlage der Kasseler Puckjäger gegen den ERC Ingolstadt, der vor lediglich 2388 Zuschauer am Ende von der besseren Physis profitierte.

Dabei starten die Schlittenhunde trotz des Fehlens von Heinrich (Sperre) sowie den verletzten Tallaire und Schmidt couragiert und setzen die Gäste mit entschlossenem Forechecking sofort unter Druck. Leavitt und Klinge haben in Überzahl früh das 1:0 auf dem Schläger, doch einmal mehr sorgt Josh Soares für das erste Ramalamadingdong. Der Kanadier, der in den vorhergehenden fünf Spielen sechs Scorerpunkte gesammelt hat, erhält den Puck mit dem Rücken zum Tor, dreht sich gewandt und trifft flach (12.). 1:0 führen die Huskies - und sie setzen nach. Erneut Soares (13.) sowie Kraft und Leavitt (14.) aus der deutlich belebten Klinge-Reihe verpassen das 2:0 nur knapp.

Auf der anderen Seite haben die Kasseler Glück, dass Motzko am Pfosten scheitert (4.) und Torsteher Hauser gegen Greilinger (15.) sowie Wren (17.) den Vorsprung festhält. Selbst ihre obligatorische Schwächephase zu Beginn des zweiten Drittels, das wegen zerbröselnden Eises unter dem „Stadt-Tor“ 15 Minuten verspätet beginnt, überstehen die Kasseler diesmal unbeschadet. Im Gegenteil: Damon trifft den linken Pfosten, dann auch Danner. Doch Damon ist heiß auf sein 19. Saisontor. Seinen zweiten Schuss binnen weniger Sekunden kann Pätzold noch abwehren, im dritten Versuch aber trifft der Amerikaner flach zum 2:0 (23.).

Die Fans feiern, die Huskies haben Oberwasser - und bekommen dann doch noch ihr Mini-Tief. 73 Sekunden lang stemmen sie sich erfolgreich in 3:5-Unterzahl gegen den Anschlusstreffer, haben dann selbst einen Mann mehr auf dem Eis. Aber schon das Überzahlspiel ist fahrig - und deutet an, was kommen wird. Denn das 3:0 bleibt aus, Ingolstadt komplettiert, wirbelt ungestört im Kasseler Drittel und verkürzt prompt durch Motzkos Nachschuss (28.). Die Huskies sind von der Rolle und eingeschnürt vor Hausers Kasten. Sie wanken mächtig, aber sie kippen nicht. Hauser ist der Turm in der Abwehrschlacht, seine Vorderleute strampeln sich frei und haben prompt die Chance zum dritten Treffer. Doch Danner scheitert erneut am linken Pfosten (38.).

Weil auch Greilinger das Gestänge trifft (44.), bleiben die Huskies vorn. Und haben noch zweimal die Chance, im Powerplay das Spiel zu entscheiden. Doch der Kräfteverschleiß ist offensichtlich, Konzentration und letzter Biss gehen verloren. Deutlichstes Zeichen: Ausgerechnet Abräumer Cote patzt an der Blauen Linie, Girard schnappt sich in Unterzahl den Puck und trifft zum 2:2 (51.). Nun warten beide Teams auf Fehler des Rivalen - zunächst vergeblich. Einen Punkt haben beide sicher. Doch nur zwölf Sekunden der Verlängerung sind gespielt, als Hauser nicht schnell genug vom linken zum rechten Pfosten kommt, auch Cote ist machtlos, und Kavanagh vollstreckt glücklich zum Siegtreffer der Gäste.

Tore: 1:0 (11:20) Soares (Leavitt, Klinge), 2:0 (22:02) Damon (Bisaillon, Soares - 4:4). 2:1 (27:59) Motzko (St. Jacques, Girard), 2:2 (51:45) Girard (4:5)

SR: Vogl (Thanning). Z: 2388; Strafminuten: Kassel 14, Ingolstadt 12.

Von Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

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