Huskies-Niederlage gegen Duisburg: Ein Fehlstart, der nicht sein musste

Duisburg/Kassel. Drei Punkte waren zum Greifen nah. Doch anstatt mit einem Sieg und Selbstvertrauen ins erste Heimspiel gegen den MEC Halle 04 am morgigen Sonntag zu gehen, stehen die Kassel Huskies nach dem ersten Spieltag der Playoff-Ausscheidung in der Eishockey-Oberliga mit leeren Händen da.

Hinzu kommt der Frust, einen klassischen Fehlstart hingelegt zu haben, der umso bitterer ist, weil er vermeidbar gewesen wäre.

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Denn die 3:4 (0:1, 3:1, 0:2)-Pleite bei den Füchsen Duisburg am Freitagabend, sie hätte nicht sein müssen. Hätten die Huskies im Schlussdrittel dieselbe couragierte Leistung abgerufen, mit der sie sich im zweiten Drittel verdient mit 3:1 in Führung geschossen und die Füchse deutlich dominiert hatten. Hätten die Schlittenhunde in den letzten 20 Minuten die Überzahl-Situationen, in denen die gefährlichen Distanzschüsse des verletzten Sven Valenti schmerzlich vermisst wurden, nicht ungenutzt gelassen und ein viertes Tor erzielt. Dann hätten sie die Angriffslust und den Siegeswillen der Füchse wohl gebremst. Und dann, ja dann, hätten die Huskies die Scania-Arena in Duisburg vermutlich als Sieger verlassen.

Doch all das ist Spekulation. Denn die Realität war nach 60 Minuten eben eine andere. Jubeln durften die Gastgeber und vor allem ihr Trainer Franz Fritzmeier. „Das sind drei Bonuspunkte für uns. Ich bin immer noch ein bisschen sprachlos“, sagte der 31-Jährige nach dem Spiel, der trotz des Sieges tiefstapelte. „Kassel bleibt in unserer Gruppe der Favorit.“

Huskies-Trainer Jamie Bartman bekannte in der ihm eigenen sachlich-ruhigen Art: „Ich bin enttäuscht. Es war ein spannendes Spiel bis zum Schluss. Das zweite Drittel hat allerdings viel Kraft gekostet. Aber einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“

Ähnlich fiel auch das Resümee von Verteidiger Alexander Engel aus. Er sagte: „Es ist uns nicht gelungen, die Führung zu verteidigen. Aus solchen Spielen muss man lernen. Wir dürfen uns jetzt eben keine Fehler mehr erlauben.“

Wollen die Huskies ihre Chance auf einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe B wahren, ist ein Sieg am Sonntag gegen die Saale Bulls aus Halle Pflicht. Erstes Bully in der Kasseler Eissporthalle ist um 18.30 Uhr. Mit einem Sieg würde das Wochenende der Huskies zumindest versöhnlich enden. (mis)

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