Angespannte Lage in der Liga

Huskies nach den negativen Tests: Sonntag kommt Bayreuth

Die Kassel Huskies hier mit von links Clarke Breitkreuz, Corey Trivino und Lois Spitzner.
+
Sehen wir sie am Sonntag wieder jubeln? Die Kassel Huskies, hier mit von links Clarke Breitkreuz, Corey Trivino und Lois Spitzner, dürfen nach negativen PCR-Tests gegen die Bayreuth Tigers wieder auf das Eis.

Der Freitag ist ein Tag voller Überraschungen für die Huskies. Und dabei erhält das Wort negativ für den Tabellenführer der DEL2 nun eine positive Bedeutung.

Denn weil die PCR-Tests der gesamten Mannschaft negativ sind und sich auch der positive Verdachtsfall vom Donnerstag nach einem Schnelltest als fehlerhaft erwiesen hat, können die Huskies am Spielbetrieb der DEL2 teilnehmen.

Das heißt: Die ursprünglich abgesetzte Sonntagspartie gegen die Bayreuth Tigers in der heimischen Eissporthalle findet nun doch statt. Erstes Bully ist um 17 Uhr.

Die Lage bei den Huskies

Die erlösende Nachricht kommt am Freitag gegen 18.30 Uhr: „Huskies zurück im Spielbetrieb.“ Und sie sorgt für Erleichterung bei Sportdirektor Manuel Klinge. „Ich bin natürlich froh“, sagt er. „Jedes positive Testergebnis, das zurückgenommen wird, ist gut.“ Zumal er nicht damit gerechnet habe, wie er zugibt. „Ich war eigentlich überzeugt, dass der positive Schnelltest von einem PCR-Test bestätigt wird. Aber umso schöner, dass das nicht der Fall ist. Wir lernen jeden Tag dazu und wissen, dass spontan und kurzfristig viel passieren kann.“

Für die Huskies heißt das nun: Sie können die häusliche Quarantäne verlassen, in die sie sich nach dem positiven Schnelltest-Ergebnis vom Donnerstag vorsorglich begeben hatten, am heutigen Samstag kehren sie zur Routine zurück. Heute wird trainiert, bevor dann am Sonntag eben ganz normal gespielt wird.

Somit müssen sie nur eine Partie nachholen. Gestern Abend wären sie zu Gast in Landshut gewesen. Das Spiel aber war nach dem Verdachtsfall vom Donnerstag – wie von der Liga vorgesehen – verschoben worden.

Die Lage in der Liga

Ein wenig kurios ist derweil die Lage in der Liga: Kurzzeitig erschien ganz Hessen als eine Art Sperrgebiet in diesen Tagen. Denn auch Frankfurt und Bad Nauheim sind von Coronafällen betroffen sind. Während es für Kassel gestern Abend Entwarnung gab, sind die beiden anderen Klubs nach positiven Coronafällen vorerst in Quarantäne. „Keine Frage, wir hätten uns den Jahresbeginn sicher anders vorgestellt“, sagt Liga-Chef René Rudorisch.

Immerhin bleibt es nun zumindest bei, dass es erst einmal in dieser besonderen Pandemie-Saison bei drei Klubs zeitgleich Klubs zeitgleich positive Fälle gegeben hat. Ende November hatte es innerhalb weniger Tage Weißwasser, Bietigheim und Bad Tölz erwischt. Zehn der 14 Zweitligisten hatten nun schon mit Corona zu tun, „nur Freiburg, Dresden, Crimmitschau und Ravensburg sind seit Saisonbeginn bislang unbeschadet geblieben“, erklärt Rudorisch. „Langsam allerdings“, das ergänzt er auch, „wird es je nach Konstellation dünn, was die Möglichkeit von Nachholspielen angeht. In Frankfurt beispielweise sind mittlerweile schon relativ viele Termine verlegt.“

Die Löwen befinden sich in der zweiten Quarantäne binnen kürzester Zeit. Im Zuge derer müssen vier Partien verlegt werden. Bei Bad Nauheim sind sechs Spiele betroffen. Was passiert, wenn nicht mehr alle Spiele nachgeholt werden können? Darauf ist die Liga vorbereitet. Szenarien sollen Mitte Februar disktutiert werden.

Rudorisch betont: „Unser Anspruch muss sein, nicht an den Grundpfeilern des Aufstiegs zu schrauben.“ Voraussetzung dafür sind 26 Hauptrundenspiele und sechs Playoff-Partien.

Von Michaela Streuff

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare