Es geht um die Plätze in der DEL 2

Huskies: Nun gibt es Streit um den Modus

StefanTraut

Kassel. Der monatelange Streit über die Zukunft der zweiten Liga ist gerade erst mit Mühe und Not beigelegt worden, da gibt es im deutschen Eishockey schon wieder Misstöne.

Diesmal geht es um den Modus, nach dem die besten Oberliga-Klubs mit den beiden schlechtesten Zweitligisten im Frühjahr 2014 um vier Plätze in der DEL 2 kämpfen werden.

Der Knackpunkt: Die zwölf Klubs aus der Oberliga Süd reklamieren zwei Plätze in der Relegationsrunde für sich. Zwei Plätze auch sollen für die Teams aus den anderen Oberligisten bereitstehen. Nur: Die Mannschaften, die diese Runde erreichen, sind die besten aus insgesamt 28 Teams in den Gruppen West, Ost und Nord.

Ein Missverhältnis, das insbesondere die Verantwortlichen der Kassel Huskies und der Löwen Frankfurt auf die Palme bringt. „Das ist nicht die richtige, faire Entscheidung im Sinne des deutschen Eishockeys“, wird Löwen-Sportdirektor Rich Chernomaz in Eishockey-News zitiert. Es sei „sehr seltsam, dass die Süd-Regelung schon beschlossen wurde und wir warten müssen“. Eine solche Entscheidung sei gemeinsam und einvernehmlich zu treffen.

Auch Stefan Traut ist sauer über den Alleingang des Südens. „Diese Regelung ist aus Sicht des Deutschen Eishockey-Bundes vielleicht nachvollziehbar, der dem Süden und den anderen Landesverbänden den Rücken stärken will, damit seine Oberligen zur Saison 2014/15 nicht ausbluten. Aber für uns ist es nicht zu akzeptieren, dass so den Westklubs wie Kassel und Frankfurt der Weg in die zweite Liga wieder erschwert wird“, wettert der Huskies-Geschäftsführer. Seien es doch solche Verhaltensweisen der DEB-Bosse, die die Zweitligisten zur Abkehr vom Verband bewogen hätten.

Fairer wäre es, so Traut, wenn vier Klubs aus der gemeinsamen Endrunde West/Nord/Ost mit vier Teams aus dem Süden und den beiden Zweitligisten in einer Einfachrunde mit Hin- und Rückspiel die vier freien Plätze in der DEL2 ausspielen würden.

Oliver Seeliger

„Aber das ist nicht machbar. Wir können nicht 18 Spieltage im Terminplan unterbringen“, erklärt Oliver Seeliger, der Ligenbeautrage des DEB. Und ergänzt im Wissen, dass man es ja ohnehin nie allen gerecht machen könne: „Von den 28 Klubs aus West, Nord und Ost sind doch nur die wenigsten, vielleicht eine handvoll, im Aufstiegskampf mit dem Süden sportlich konkurrenzfähig.“ Mit der Festlegung des Südens auf zwei Relegationsteilnehmer solle verhindert werden, dass alle Aufstiegsaspiranten aus einer Oberliga-Gruppe kommen. Seeligers Rechnung: „Wenn die zwei letzten Zweitligisten schwächeln, dann steigen vier Oberligisten auf. Kämen die alle aus einer Gruppe, zum Beispiel dem Westen, dann könnten wir 2014/15 die Oberliga im Westen zusperren.“

Seeliger betont, „dass wir den Stein der Weisen noch nicht gefunden haben“. Aber der Austausch mit den Ligenleitern in West, Nord und Ost laufe. Eine Entscheidung werde rasch angestrebt, eine Terminvorgabe gebe es nicht.

Von Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

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