Eishockey-Oberliga: Kasseler haben Duisburger Füchse beim Auswärtssieg voll im Griff

4:1 – Huskies gegen Duisburg ohne Probleme

Duisburg. Ein Zeichen wollten sie setzen. Und das haben die Kassel Huskies in der Eishockey-Oberliga West bei den Duisburger Füchsen am Freitag Abend auch getan: Die Gäste aus Nordhessen bescherten sich mit dem 4:1 (3:1, 1:0, 0:0)-Erfolg einen Tag vor Heiligabend selbst ein vorweihnachtliches Geschenk.

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Schon auf dem Papier hatte die Partie Spannung versprochen. Die drittplatzierten Nordhessen mit dem zweitbesten Sturm der Liga (134 Tore) gegen den Revierklub auf Rang vier mit der besten Abwehr (35 Gegentore).

Die Gastgeber betraten das Eis mit dem festen Vorsatz, schnell in Führung gehen zu wollen. Sie legten los wie die Feuerwehr, schnürten die Huskies in deren Drittel ein. Die wiederum kamen kaum dazu, ihr eigenes Spiel zu entfalten, konnten anfangs nur reagieren. Doch das taten sie.

Gerade 53 Sekunden waren gespielt, als der zweite Entlastungsangriff der Huskies saß. Jiri Mikesz passte hinter dem Tor auf Sturmpartner Alexander Heinrich und der traf zum überraschenden 1:0 für die Gäste. Die Antwort der Füchse aber ließ nicht lange auf sich warten. Anderthalb Minuten später überwand Clarke Breitkreuz Ondraschek zum 1:1 (3.). Es war der Aufgalopp für ein flottes erstes Drittel, an dessen Ende das Ergebnis deutlicher war als es der Spielverlauf anfangs vermuten ließ.

Dennis Klinge brachte die Huskies erneut in Front. Patrick Berendt legte vom Bullykreis auf und Klinge brauchte nur noch die Kelle hinzuhalten (9.). 2:1. Aber auch die erste Sturmreihe schien im ersten Drittel noch ihren Beitrag in die Torstatistik leisten zu wollen. Nach Vorlage von Petr Sikora sorgte Michi Christ für das 3:1 (20.).

Je weiter die Partie voranschritt, umso mehr nahm die Überlegenheit der Huskies zu. Zum einen spielten sie gegen die junge Duisburger Mannschaft ihre Erfahrung aus. Denn acht Akteure im Kader der Füchse sind keine 20 Jahre alt. Zum anderen konnten die Duisburger aus ihrer personellen Überlegenheit kein Kapital schlagen konnten. Sie boten 20 Spieler auf, darunter fünf Förderlizenzler, die Huskies nur 18.

Hinzu kam: Die Füchse ließen ihre Überzahlsituationen ungenutzt. Wie etwa Mitte des zweiten Drittels als mit Sven Valenti und Florian Böhm zwei Huskies in der Kühlbox saßen, und es fünf Duisburgern gegen drei Kasseler fast zwei Minuten nicht gelang, den Anschlusstreffer zu erzielen. Auch die pfeilschnellen Konter, mit denen die Füchse gerade im ersten Drittel die Huskies ein ums andere Mal überrumpelt hatten, wurden zusehends weniger.

Und die Huskies? Die bauten ihre Führung aus. Da passte es gut ins Drehbuch, dass auch ein Verteidiger sich in die Torschützenliste eintrug. Semen Glusanok verwertete einen Abpraller zum 4:1 (28.). Am 8. Januar sind die Huskies laut vorläufigem Terminplan der Zwischenrunde wieder in Duisburg zu Gast. Eine Aufgabe, vor der sie nach dem gestrigen Auftritt keine Angst haben brauchen.

SR: Schukies,

Zuschauer: 500,

Tore: 0:1 (0:53) A. Heinrich (Mikesz), 1:1 (2:22) Breitkreuz (Markus Schmidt, Oprée), 1:2 (8:59) D. Klinge (Berendt), 1:3 (19:22) Christ (Sikora), 1:4 (27:05) Glusanok (A. Heinrich),

Strafminuten: Duisburg 22 / Kassel 24

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

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