Kantersieg zum Auftakt

Huskies siegen 10:0 gegen Icefighters aus Leipzig

Kassel. Nanu, was war denn das? Sollte nun nicht die heiße Phase der Saison beginnen? War nicht das Ende der Kantersiege erwartet worden? Denkste. Zum Auftakt der Endrunde in den Eishockey-Oberligen kanzelten die Kassel Huskies ihren Gegner, die Icefighter aus Leipzig, richtig ab.

Am Ende eines einseitigen Spiels stand ein 10:0 (7:0, 1:0, 2:0)-Erfolg gegen den Zweiten der Oberliga Ost.

Die Geschichte dieses Spiels ist dann auch schnell erzählt: Sie dauert elfeinhalb Minuten. Solange brauchten die Huskies, um ihre Gäste komplett zu entnerven. Leipzig wechselte in diesen Minuten den Torwart. Er nahm eine Auszeit. Doch der Nutzen war gleich Null.

Die Gastgeber führten 5:0. Das Spiel war für Leipzig beendet, ehe es richtig begonnen hatte. Die Gäste gingen regelrecht unter im Sturmwirbel der Huskies. Die Eiskämpfer hatten dem nichts entgegenzusetzen. Waren stets zu weit weg vom Gegenspieler, kamen selbst kaum in den Angriff. Den Platz, der ihnen gelassen wurde, nutzten die Huskies gnadenlos.

Nachdem die Neuzugänge Jakub Wiecki und Jan Loboda mit ihren Premierentreffern das 2:0 herausgeschossen hatten, musste Torhüter Erik Reukauf nach fünf Minuten vom Eis. Nachfolger Nicolas Sievers ging es aber nicht besser. Sechs Minuten später hatte auch er zweimal hinter sich gegriffen (Tore Tobias Schwab, Brad Snetsinger). Gästetrainer Manfred Wolf nahm eine Auszeit. Seine Worte verhallten ungehört.

19 Sekunden darauf traf erneut Wiecki. Elf Minuten und 21 Sekunden waren gespielt. Es stand 5:0. Die Geschichte des Spiels war erzählt. Der Rest war Schaulaufen mit vereinzeltem Torjubel.

Denn natürlich nahmen die Kasseler Tempo heraus. 7:0 stand es am Ende des ersten Drittels, 8:0 am Ende des zweiten. Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe Torhüter Benjamin Finkenrath erstmals ernsthaft geprüft wurde. Die Huskies hatten selbst in Unterzahl die besseren Chancen.

Und weil es so einseitig war, beschäftigten sich beide Fanlager mit gemeinschaftlichem Hüpfen, Singen und Wellen anstimmen. Eine Anekdote aber hielt das Spiel noch bereit. In der 14. Minute wurde Brad Snetsinger von einem hohen Stock des Leipzigers Emanuel Grund getroffen – ausgerechnet Grund, der Ex-Kasseler. Für ihn war die Partie mit einer Spieldauerstrafe beendet.

Und offenbar auch für Snetsinger, der stark blutend vom Eis ging. Einige Minuten später berichtete Pressesprecher Alex Wessel: „Platzwunde, gebrochene Nase. Aber am liebsten würde er weiterspielen.“ Der Satz war gerade beendet, da stand Snetsinger wieder auf dem Eis. Kurz darauf bereitete er das 7:0 durch Doyle vor. Keine Frage: Von solchen Huskies ist noch viel zu erwarten in dieser Endrunde.

Von Frank Ziemke

Bilder vom Spiel

Huskies spielen gegen Icefighters Leipzig

SR: Schmidt (Brackwede), Z: 3236, Tore: 1:0 (2:29) Wiecki (Doyle), 2:0 (4:13) Loboda (Doyle), 3:0 (10:30) Schwab (Doyle, Snetsinger), 4:0 (11:02) Snetsinger (Doyle, Loboda), 5:0 (11:21) Wiecki (Kreuzer, Albrecht), 6:0 (18:59) Christ (Sikora), 7:0 (19:49) Doyle (Snetsinger, Albrecht - 5:4), 8:0 (27:21) Kreuzer (Wiecki, Albrecht), 9:0 (47:13) Doyle (Snetsinger), 10:0 (55:25) Heinrich (Valenti, Klinge - 5:3), Strafminuten: Kassel 10 - Leipzig 10 + 5 + Spieldauer Grund.

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © A. Fischer

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