Wisniewski vergibt Penalty kurz vor dem Ende

0:2 - Huskies unterliegen in Heilbronn

Wiedersehen in Heilbronn: Heilbronns Kevin Lavallee (links) und Husky Toni Ritter beim Spiel in Kassel. Foto: Schachtschneider

Heilbronn. Die Huskies verabschieden sich mit einer Niederlage aus dem Eishockey-Jahr 2017: Bei den Heilbronner Falken unterlagen sie am Samstagabend mit 0:2 (0:1, 0:0, 0:1).

Weil der SC Riessersee zeitgleich 4:3 gegen Crimmitschau gewann, gehen die Kasseler mit einem Rückstand von vier Punkten auf Rang drei als vierter der DEL2 ins neue Jahr.

Die Huskies bekamen dabei gleich zu Beginn zwei Gastgeschenke serviert – in Form von zwei Strafzeiten gegen die Hausherren. Erst musste Ex-Husky Justin Kirsch in die Kühlbox, 32 Sekunden später folgte ihm Henry Martens. Für die Kasseler hieß das: 1:28 Minuten doppelte Überzahl. Und tatsächlich landete die Scheibe auch zügig hinter Heilbronns Keeper Marcel Melichercik im Kasten – allerdings war auch das Tor verschoben.

Die Frage war nun, in welcher Reihenfolge. Der Videobeweis brachte die Klärung: Im Eifer des Gefechts hatten die Huskies selbst das Heilbronner Tor verschoben, erst danach war die Scheibe über die Linie gerutscht. Der vermeintliche Führungstreffer zählte also nicht (3.). Die Huskies blieben zwar in der Vorwärtsbewegung, gaben im ersten Drittel insgesamt 14 Schüsse auf Melichercik ab. Die besten Gelegenheiten zum Ausgleich hatten dabei James Wisniewski mit einem verdeckten Schuss von der Blauen Linie (14.) und Michi Christ, der nach einem Querpass von Stefan Della Rovere erst im letzten Moment am Slowaken scheiterte (15.).

Effektiver waren die Falken. Zwölf Schüsse gaben sie auf Markus Kellers Kasten ab, und einer davon saß. In der 13. Minute war Kyle Helms zur Stelle. Keller war zwar an der Scheibe, doch sie rutschte dann noch über die Linie. Das war die Führung.

Und sie war verdient für die Hausherren. Denn den Huskies fehlte die zündende Idee, die defensiv gut gestaffelten Falken ernsthaft unter Druck zu setzen: Symptomatisch, dass die Kasseler als zweitbestes Powerplay-Team der Liga gleich fünf Überzahl-Situationen bis Ende des zweiten Drittels ungenutzt ließen. Mehr als Adriano Carciolas Schlagschuss (26.) und Michi Christs Versuch, der knapp am Heilbronner Tor vorbei ging (30.), war nicht drin.

Blieb also die Hoffnung auf das Schlussdrittel. Die Partie nahm nun an Fahrt auf, weil die Huskies mehr Druck entfachten. Sie hatten Pech, als Della Rovere am Pfosten stehend den Schuss von Mike Little unfreiwillig mit dem Oberschenkel stoppte. Die Schrecksekunde, als Wisniewski nach einem mit dem Knöchel geblockten Schuss zur Bank humpelte, währte auf Kasseler Seite zwar nur kurz.

Doch dafür wurden die Huskies nur kurze Zeit später kalt erwischt: Justin Kirsch ging energisch zu Werke und erhöhte auf 2:0 für die Hausherren (51.).

Dann beginnt die Schlussphase. Und die hat es in sich. 2:20 Minuten vor dem Ende muss der Heilbronner Stephan Kronthaler in die Kühlbox. Kassels Coach Rico Rossi geht volles Risiko. Nimmt Keller vom Eis. Sechs Huskies also gegen vier Falken. 1:51 Minuten vor dem Ende gibt’s Penalty für die Huskies. Wegen eines Stockwurfs gegen den Puckführer ist die Erklärung. James Wisniewski aber scheitert am überragenden Melichercik.

Weiter geht es für die Huskies 2018 - und zwar am Mittwoch. Dann sind sie bei den Ravensburg Towerstars zu Gast (20 Uhr). Am 5. Januar folgt das nächste Heimspiel in Kassel: Ab 19.30 Uhr ist am Freitag Kaufbeuren zu Gast.

Statistik:

SR: Naust/Hertrich, Z: 2041

Tore: 1:0 (12:55) Helms (Kurz), 2:0 (50:16) Kirsch (Palka, Heywood)

Strafminunten: Heilbronn 12, Kassel 6

Quelle: HNA

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