Ex-Manager Marc Arnold über den KSV: "Außendarstellung nicht optimal"

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Marc Arnold

Kassel. Eintracht Braunschweig absolviert am Freitag im Auestadion einen Test gegen Regionalligist KSV Hessen Kassel (Anpfiff: 18.30 Uhr). Sportlicher Leiter des Achten in der 2. Fußball-Bundesliga ist Marc Arnold, der einst in Kassel spielte und Manager war.

Marc Arnold, der neue KSV-Trainer Uwe Wolf hat angemerkt, der KSV bräuchte einen hauptamtlichen Sportdirektor. Haben Sie nicht Interesse?

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Arnold: Im Moment geht es schlecht: Ich habe meinen Vertrag hier in Braunschweig erst bis 2014 verlängert. Aber Spaß beiseite: Ich bin dem KSV sehr dankbar, dass er mir den fließenden Übergang vom Spieler zum Manager ermöglicht hat. Aber jetzt bin ich sehr zufrieden hier in Braunschweig.

Was hat Braunschweig, was Kassel nicht hat?

Arnold: Die Strukturen sind andere: Eintracht Braunschweig ist der größere Verein und hatte keine Insolvenz zu verkraften. Insofern hat der Klub einige Jahre Vorsprung im Vergleich mit dem KSV. Zudem ist die Tradition noch ein Stück größer: Braunschweig ist Gründungsmitglied der Bundesliga und 1967 Meister geworden.

Wie hat sich in Braunschweig der Erfolg eingestellt?

Arnold: Der Hauptgrund ist die große Kontinuität seit 2008, Die war davor nicht vorhanden. Da hat der Verein in einem Jahr fünf Trainer verschlissen. Seitdem haben wir es geschafft, in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen: sportlich wie wirtschaftlich. Das hängt auch damit zusammen, dass jedem klar ist, was zu seinen Aufgaben zählt. Das Trainerteam um Torsten Lieberknecht, der Sportliche Leiter, die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat – da redet keiner dem anderen rein, alle arbeiten gut zusammen.

Hört sich nach einem Anti-KSV an.

Arnold: Ich verfolge die Entwicklung beim KSV nur noch von außen. Aber die Außendarstellung ist in einigen Dingen wohl nicht optimal gewesen. Es scheint eine Vermischung der Aufgaben stattgefunden zu haben, und am Ende musste immer der Geschäftsführer herhalten. Das ist natürlich einer Kontinuität nicht förderlich. (hag)

Das gesamte Interview lesen Sie in der Donnerstagausgabe unserer Zeitung.

Quelle: HNA

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