Handball-Erstligist Wetzlar am Samstag Gegner der MT - weiter ohne Fäth und Holst

Mit Joli zu 30 Punkten

Neu in Wetzlar und schon voll integriert: der französische Auswahlspieler Guillaume Joli. Foto: dpa

Wetzlar/Melsungen. Melsungens Handball-Torwart Per Sandström stuft ihn als „gefährlichen Gegner“ ein. MT-Kapitän Nenad Vuckovic geht in seiner Einschätzung des hessischen Bundesliga-Rivalen HSG Wetzlar sogar noch weiter: „Wetzlar ist gut drauf. Da dürfen wir praktisch keine Fehler machen.“ Ob die Warnungen von den eigenen Kollegen erhöht worden sind, wird sich am Samstag ab 15 Uhr zeigen, wenn die MT Melsungen die Wandschneider-Schützlinge zum Hessenderby in der Kasseler Rothenbach-Halle empfängt.

Das macht die HSG-Mannschaft so stark:

DER SAISONSTART

Von den bisherigen fünf Begegnungen gewannen die Mittelhessen drei. Nicht so ohne Weiteres zu erwarten, weil das Team von Trainer Kai Wandschneider nur zweimal in eigener Halle (gegen Lemgo und Meister Kiel) antreten durfte und drei schwierige Auswärtsaufgaben bewältigen musste: in Minden, Göppingen und Hamburg. „Wir haben in allen Partien wie aus einem Guss gespielt“, konstatiert Wandschneider erfreut.

DIE PERSONALPROBLEME

Noch nicht einmal hatte die HSG bislang alle Mann an Bord - die Vorbereitungszeit eingeschlossen. Konnten Carlos Prieto, Adnan Harmandic und Jens Tiedtke zuletzt in Hamburg wieder erste Gehversuche unternehmen, so sind Nationalspieler Steffen Fäth (Bänderriss) und Neuzugang Maximilian Holst (Kreuzband-riss) zurzeit außer Gefecht gesetzt. Nun könnte Rückraumstratege Florian Laudt (Rückenprobleme) gegen Melsungen ausfallen. Trotz diverser Ausfälle hielten die Wetzlarer mit den Rückraum-Assen Ivano Balic und Kent-Robin Tönnesen ihr hohes Niveau.

DAS ZUSAMMENSPIEL

In der vergangenen Serie musste Wandschneider elf neue Spieler integrieren. Jetzt fiel die Wechselbilanz deutlich bescheidener aus. Was den Vorteil hat, dass Wetzlar ein nahezu eingespieltes Team aufbieten kann.

DIE NEUEN

Zwar sind die beiden schnellen Außen Kevin Schmidt (zum HSV) und Tobias Reichmann (Kielce/Polen) nicht mehr dabei, dafür wurde aber mit Holst (Linksaußen aus Großwallstadt) und dem französischen Nationalspieler Guillaume Joli (rechte Seite) gleichwertiger Ersatz geholt. Speziell Joli ist ein Akteur der Extraklasse. „Guillaume ist ein spielstarker Mann und bei uns schon voll angekommen“, meint Coach Kai Wandschneider, „zudem ergänzt er sich auf seiner Position glänzend mit Tobias Hahn.“ Zwischen den Posten ist der spanische Rückkehrer Jose Hombrados als Ersatz für den abgewanderten Magnus Dahl nun die Nummer zwei hinter Andreas Wolff.

DAS SAISONZIEL

In den vergangenen zehn Spielzeiten gelang es Wetzlar in der 1. Bundesliga nur ein einziges Mal, mehr als 30 Punkte zu holen. Das war in der Saison 2012/13, als die HSG auf 37 Zähler kam und den siebten Rang belegte. „Wir wollen mal wieder diese Marke knacken“, betont Wandschneider. Drei Siege bei einem solchen harten Auftaktprogramm sind eine gute Basis, um diese Vorgabe zu erfüllen.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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