Team bedankt sich bei Fans 

Nach 4:3 gegen Dresden: Trainer Rossi lobt Huskies

Schenkten sich nichts: Ex-Huskies-Kapitän Hugo Boisvert (links) und der aktuelle Huskies-Topscorer Mike Collins. Foto: Fischer

Kassel. In der 41. Minute sahen sie schon aus wie die Verlierer: Der Dresdner Steven Rupprich hatte den Kassel Huskies gerade das 1:3 eingeschenkt, die 2625 Zuschauer in der Kasseler Eissporthalle verstummten kurzzeitig.

„Es hat so ausgesehen, als seien wir bereits erledigt, aber mit dieser Mannschaft sind wir das nicht“, sagte Huskies-Cheftrainer Rico Rossi später und spielte damit auf den weiteren Verlauf dieses Sonntagabends in der Deutschen Eishockey-Liga 2 an. „Das war eine ganz tolle Leistung der Zuschauer, die zeigt, dass Fans und Mannschaft das Gleiche im Kopf haben“, sprach Rossi danach ein doppeltes Lob aus.

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Das heißt: Liegen die Huskies in der 41. Minute 1:3 zurück, heißt das eben noch lange nicht, dass sie sich mit einer drohenden Niederlage abfinden. Ganz im Gegenteil. „Wir brauchten unbedingt ein Tor, um neue Emotionen zu wecken. Die Halle war brutal laut, so laut habe ich es hier selten erlebt“, sagte Stürmer Michi Christ. „Es war eine Schlacht. Die Fans waren fantastisch, die Stimmung hat uns geholfen, uns zurückzukämpfen“, betonte auch Mike Collins.

Der Stürmer, der den markanten goldfarbenen Helm des Topscorers im Team trägt, war es auch, der sich Bestnoten verdiente: Er leitete die Wende ein, als er auf 2:3 verkürzte. Er war es, der in der Endphase plus Verlängerung gefühlt durchgehend auf dem Eis stand. Er war es, der den ersten und doch zugleich entscheidenden Penalty verwandelte. Das lag daran, dass sich ein zweiter Husky in dieser Schlussphase in den Blickpunkt spielte: Torhüter Mika Järvinen. Dreimal liefen die Dresdner zu Penaltys an, dreimal war der Finne im Huskies-Tor in der richtigen Ecke und holte sich nach Spielende den Sonderapplaus der Fans ab. „Ich kann mich nicht beklagen. Zwei Heimspiele, zwei Siege“, sagte er und grinste.

Die Rolle des Matchwinners aber wollte er nicht annehmen. „Ich habe doch nur meinen Job gemacht“, erklärte er bescheiden und geriet danach ins Schwärmen über die Qualitäten seiner Mannschaft: „Wir haben so viel Leidenschaft im Team. Das habe ich selten erlebt. Ich bin so froh, hier zu sein.“

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Und auch wenn Michi Christ feststellte: „In zwei Wochen fragt doch keiner mehr danach, wie wir gewonnen haben, Hauptsache wir haben die Punkte geholt“, so haben die Huskies sich und ihren Fans doch bewiesen, dass sie in dieser frühen Saisonphase eins schon nicht mehr brauchen: Training in Sachen Kampfgeist und Moral. (mis)

Quelle: HNA

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