4:3-Erfolg nach Penaltyschießen

Kampfstarke Huskies belohnt: Sieg nach 1:3-Rückstand

Kassel. Sie haben gekämpft bis zum Ende und im packenden Schlussspurt ein lange unglückliches und schon verloren geglaubtes Spiel noch gewonnen.

4:3 (1:1, 0:1, 2:1 - 1:0) setzten sich die Kassel Huskies gegen die Dresdner Eislöwen durch. Kassels Eishockeyspieler hatten bereits 1:3 zurückgelegen. Mike Collins sorgte mit dem entscheidenden Penalty aber noch für Jubel.

Begonnen hatte alles sehr freundschaftlich mit tosendem Beifall für einen Gästespieler. In Kassels Eishalle werden frühere Helden eben bei ihrer Rückkehr begeistert begrüßt. Zum Jubel gab es noch "Hugo, Hugo"-Rufe. Der Gefeierte nahm die Huldigung reglos entgegen. Hugo Boisvert konzentrierte sich wohl auf den Job - und leitete später das 0:1 ein. Ein Bullygewinn von Boisvert, ein flacher und verdeckter Schuss von Carsten Gosdeck - Mika Järvinen, der Huskies-Torhüter, war chancenlos.

Bis zu diesem Rückstand in der 15. Minute waren die Gastgeber das bessere Team. Im Blickpunkt stand vor allem Carter Proft, der mehrfach an Kevin Nastuk scheiterte. Und als Dresdens Goalie geschlagen war, da stand der Pfosten einem Treffer im Weg (13.). Der verdiente Ausgleich aber fiel noch vor der Pausensirene: Jens Meilleur erzielte ihn im Nachschuss (19.).

Trotzdem blieb es ein schwieriges, irgendwie unglückliches Spiel für die Gastgeber. Die drängten auch im zweiten Drittel auf die Führung. Es waren nun nicht mehr so viele klare Einschusschancen. Aber es gab sie. Und zweimal war richtig Pech im Spiel. Marco Habermann traf zunächst den Pfosten (33.). Als er wenig später den Puck unter Nastuks Schoner durchgestochert hatte, das blieb die Scheibe auf der Linie liegen.

Dresdens Torhüter zeigte noch eine Riesenparade gegen Conor Morrison (38.) - und durfte sich über die 2:1-Führung seines Teams nach diesem Drittel freuen. Den Treffer erzielte erneut Gosdeck,. In Überzahl. Auf der Bank saß der Pechvogel des Abends: Carter Proft. Dessen Arbeitstag war zudem in der 39. Minute nach einer umstrittenen Spieldauerstrafe beendet. Die kassierte er für ein Stockfoul mit Verletzungsfolge. Die allerdings hatte ausgerechnet Boisvert noch nicht auf dem Eis, sondern erst später auf der Bank angezeigt.

Schiedsrichter Sirku Hunnius war zu diesem Zeitpunkt der Buhmann bei den Huskies-Anhängern. Die Stimmung war längst nicht mehr freundschaftlich. Zumal die Eislöwen nur 17 Sekunden benötigten, um in Überzahl durch Steven Rupprich scheinbar vorentscheidend auf 3:1 zu erhöhen. Die Huskies brauchten Zeit, um sich zu erholen. Doch dann erzielte Mike Collins den Anschlusstreffer (55.). Der leitete einen furiosen Schlussspurt ein, der 23 Sekunden vor der Schlusssirene tatsächlich gekrönt wurde: Überzahl für die Huskies, Torhüter Järvinen zusätzlich vom Eis, ein Antritt von Matt Tomassoni - und es stand 3:3. Es folgten eine dramatische Verlängerung und Penaltyschießen. In dem Collins traf. Und Järvinen parierte. Der Sieg der nie aufgebenden Huskies war perfekt.

Bilder des Spiels

Bilder des Spiel: Huskies gegen Dresden

SR: Hunnius (Berlin), Z: 2625, Tore: 0:1 (14:17) Gosdeck (Boisvert), 1:1 (18:55) Meilleur (Christ, Tomassoni), 1:2 (28:48) Gosdeck (Kruminsch - 5:4), 3:1 (40:17) Rupprich (Slavetinsky, Kruminsch - 5:4), 2:3 (54:30) Collins (Zeiler), 3:3 (59:47) Tomassoni (6:4), 4:3 Collins (Penalty), Strafminuten: Kassel 15 + Spieldauer Proft - Dresden 10.

Von Frank Ziemke

Quelle: HNA

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