Huskies-Chef Dr. Westhelle: Finanziell können wir die 2. Liga packen

Huskies: August-Gehälter sind offen, viele Spieler bereits weg

Kassel Huskies: August-Gehälter sind offen

Kassel. „Das kleine Licht am Ende des Tunnels ist wieder ein wenig heller geworden.“ Mit deutlich aufgehellter Miene, aber noch immer betont vorsichtig beschrieb Sportdirektor Fabian Dahlem am Dienstagabend seine Stimmung - und die Perspektiven der Huskies.

Lesen Sie auch

Zumal Noch-Geschäftsführer Dr. Fritz Westhelle bestätigte: „Finanziell gesehen könnten wir Kasseler die nächste Saison in der zweiten Liga spielen.“ Das hätten Etat-Berechnungen ergeben, die in einen so genannten „Businessplan“ münden. Einzelne Zahlen wollte Westhelle nicht nennen.

Einen Offenen Brief von Kassels Bürgermeister Jürgen Kaiser an den Deutschen Eishockey-Bund finden Sie hier: Offener Brief

Der Liquiditätsplan für die DEL sei die Basis, doch kalkuliert werde zum Beispiel mit weniger Zuschauern und geringeren Gehältern für die Mannschaft. Da die Huskies sicher seien, Sponsorengelder zu bekommen, habe das einen Etat ergeben, mit dem die Schlittenhunde die Bundesliga-Runde bestreiten könnten. „Nicht als Titelkandidat“, wie Sportchef Dahlem betont, „aber mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft.“

Genügend solide Spieler seien auf dem Markt. „Vertrauen gewinnen“ Eines stellte Dr. Westhelle aber auch klar: „Entschieden ist noch gar nichts.“ Aber: Nach dem Treffen einer größeren Runde unter anderen mit Westhelle, Huskies-Eigentümer Dennis Rossing und dem Sportdirektor erläuterte Fabian Dahlem: „Im Bemühen, die finanzielle Zukunft der Huskies zu sichern, sind wir wieder ein Stück vorangekommen. Wir arbeiten derzeit an allen Fronten daran, neues Vertrauen zu gewinnen.“

Große Sorgen machen jetzt vor allem offene Posten, die sofort beglichen werden müssten. Denn aktuell fehlt den Huskies Geld. „Es gibt Probleme, die wir schnell stemmen müssen“, sagt Westhelle. Unter anderem muss im Rahmen des Business-Plans geklärt rasch werden, dass zum Fortbestand die August-Gehälter für Trainer, Spieler und Geschäftsstellen-Personal bis zum 15. September aufgebracht werden können.

Die verbliebenen Spieler haben am Dienstagvormittag das Training wieder aufgenommen, um die hart erarbeiteten physischen Grundlagen zu behalten und fit zu bleiben. Allerdings haben nach Nationalspieler Manuel Klinge (Mannheim) nun bereits vier weitere Puckjäger die Kasseler verlassen. Auch David Cespiva geht nach Mannheim, Thomas Pielmeier ist in Augsburg untergekommen, Pierre-Luc Sleigher in Salzburg und Alexander Dück bei Ex-Huskies-Trainer Stéphane Richer in Hamburg.

Christoph Melischko könnte seinem einstigen Kölner Kameraden Andreas Renz zu Zweitligist Schwenningen folgen. Stephen Ritter, in der letzten Saison zweiter Torwart in Kassel, hat bei Zweitligist Lausitzer Füchse in Weißwasser angeheuert.

Von Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare