Deutlicher Sieg mit 14:0

Huskies gegen Ratingen: 14 Mal Jubel nach Wartezeit

Kassel. Entspannung und Torjubel im Weihnachtsstress – das hatte Jesse Panek, Trainer des Eishockey-Oberligisten allen Fans versprochen, die zum Spiel gegen den vermeintlichen Spielball Ratingen Ice Alliens in die Eishalle kommen würden.

Sein Team erfüllte das Versprechen mit einem deutlichen 14:0 (3:0, 8:0, 3:0) gegen den überforderten Tabellenvorletzten.

Vor die Entspannung hatte ein Stau aber die Wartezeit gesetzt. Fast 35 Minuten länger als vorgesehen mussten die Zuschauer auf das erste Bully warten. Ratingen steckte auf der A 44 fest, war verspätet eingetroffen. Panek hatte dafür eine echte Überraschung parat, ließ Stürmer Michi Christ in der Verteidigung an der Seite von Sven Valenti auflaufen. Frei nach dem Motto: Gegen diesen Gegner kann zusätzlicher Druck aus den hinteren Reihen nicht schaden.

Vor den Torjubel setzte dann die Abschlussschwäche die Wartezeit, obwohl die Partie schnell ihren erwarteten Lauf nahm. Die Gastgeber spielten Einbahn-Eishockey: immer Richtung Gästetor. Um die Überlegenheit einer Mannschaft zu beschreiben, müssen ja nicht unbedingt Tore fallen. Die Huskies erspielten Chancen im Minutentakt. Solo Kyle Doyle, freie Scheibe für Brad Snetsinger, Pfostentreffer Artjom Kostyrev, nicht gegebenes Snetsinger-Tor, Manuel Klinge aus einem Meter vorbei. Und das, das war wirklich nicht einmal alles an Chancen.

Einzig: Über die Linie wollte der Puck nicht, weil die Huskies die letzte Konsequenz anfangs vermissen ließen, oder weil Ratingens Torhüter Richard Steffen seinen Job erledigte – und hielt, was er halten konnte. Das einzige, was noch gefehlt hätte: Ein Treffer aus dem Nichts durch die Gäste. Und man glaubt es kaum: Sie hatten diese Chance sogar. Bei der ersten Überzahl der Partie kam Matthias Hornig frei zum Schuss (13.). Gut, dass der überwiegend arbeitslose Boris Ackers da hellwach war.

Huskies siegen 14:0

Huskies besiegen Ratingen 14:0

An Spielverlauf oder Ergebnis hätte aber auch ein 0:1 wenig geändert. In der 15. Minute zeigten die Huskies dann endlich, wie leicht das sein kann mit dem Toreschießen. Konter fahren, Tempo aufnehmen, ein Querpass von Doyle, eine Körpertäuschung von Snetsinger, vorbei am Gegner, rein das Ding. Wurde ja auch irgendwie Zeit. Und kam schnell noch besser. Doyle und Klinge schraubten das Ergebnis innerhalb von 20 Sekunden auf 3:0. Die Punkte waren vergeben. Jetzt ging es allein um die Frage: Wieviel Tore würden dazu kommen?

Es wurden jedenfalls einige. Das wichtigste im Zeitraffer: Snetsinger kam auf drei Tore und vier Vorlagen. Klinge braucht im Mitteldrittel 45 Sekunden bis zum Jubel. Es gab drei weitere Doppelschläge. Valenti war als erster Verteidiger erfolgreich (zum 11:0). Verteidiger Christ drückte zwölf Minuten die Strafbank. Doyle traf wie so oft in Unterzahl – und Ratingens Jan Nekvinda zumindest den Pfosten.

Am Sonntag (18:30 Uhr) geht es weiter gegen den Tabellenletzten Neuss. Für alle, die im Weihnachtsstress stecken: In Kassels Eishalle sind etwas Entspannung und jede Menge Torjubel zu erwarten.

SR: Lang

Z: 1692

Tore: 1:0 (14:34) Snetsinger (Doyle), 2:0 (16:29) Klinge (Pohanka), 3:0 (16:49) Doyle (Snetsinger), 4:0 (20:45) Klinge (Pohanka), 5:0 (22:38) Klinge (5:4), 6:0 (22:55) Doyle (Snetsinger), 7:0 (27:15) Wycisk (Christ), 8:0 (27:45) Snetsinger (Billich), 9:0 (35:05) Snetsinger (Engel), 10:0 (35:35) Haaf (Schwab), 11:0 (36:08) Valenti (Böhm), 12:0 (41:45) Billich (Snetsinger), 13:0 (43:55), Engel (Billich), 14:0 (47:24) Doyle (Snetsinger 4:5) 

Strafminuten: Kassel 6 + 10 Christ, Ratingen 6.

Der Ticker vom Spiel zum Nachlesen:

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Quelle: HNA

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