Spitzenreiter weiter souverän

Kassel Huskies gewinnen auch bei Verfolger Bad Tölz

Treffer zur Entscheidung: Lois Spitzner, hier rechts in einem Zweikampf mit dem Tölzer Mario Lamoureux, stellte mit dem Tor zum 3:0 die Weichen auf Sieg für die Huskies.
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Treffer zur Entscheidung: Lois Spitzner, hier rechts in einem Zweikampf mit dem Tölzer Mario Lamoureux, stellte mit dem Tor zum 3:0 die Weichen auf Sieg für die Huskies.

Sie sind so unglaublich souverän: Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies bleiben in der DEL 2 die alles dominierende Mannschaft und gewannen auch in Bad Tölz.

Bad Tölz - Gestützt auf eine starke Defensive vor dem souveränen Torhüter Jerry Kuhn gewannen die Kasseler auch das Spiel beim Verfolger Bad Tölz verdient mit 4:0 (0:0, 1:0, 3:0). Die Huskies mit vollem Kader, Tölz wie gewohnt knapp besetzt an der Grenze zur Personalnot. Fünf Verteidiger, acht Stürmer – mehr waren es nicht bei den Gastgebern. Aber es steckt eben eine Menge Qualität in dieser Rumpftruppe. Platz vier, bei zwei weniger ausgetragenen Spielen gefühlt sogar Platz zwei, unterstreicht das.

Zu Beginn aber dominierte sofort der Spitzenreiter. Die Huskies schnürten die Gastgeber in ihrem Drittel ein, hatten in den ersten Minuten gleich zwei gute Schusschancen durch Lois Spitzner und Oliver Granz. Und sie hätten in der 6. Minute in Führung gehen können. Nach einem gewonnenen Bully steht Marc Schmidpeter völlig frei, bringt die Scheibe aber aus drei Metern nicht an Maximilian Franzreb vorbei. Diese Szene wiederholt sich in der 17. Minute: Wieder Bullygewinn, wieder Schmidpeter, wieder nichts.

Tölz war aber nach und nach auch besser ins Spiel gekommen, prüfte Kuhn einige Male. Dass es zur ersten Pause 0:0 stand, war aufgrund der deutlich höheren Qualität der Möglichkeiten trotzdem ärgerlich für Kassel.

Die dritte Überzahl brachte dann aber in der 28. Minute die Führung. Lukas Laub und Spitzner scheiterten zunächst noch, doch dann wurde Ryan Olsen links freigespielt – und drosch den Puck höllisch schnell und höllisch platziert in die Maschen.

Allerdings kassierten die Huskies direkt im Anschluss selbst Strafen, waren fast vier Minuten am Stück in Unterzahl. Aber sie hatten Kuhn und sie hatten etwas Glück. Das galt vor allem bei der Doppelchance in der 29. Minute. Gegen Lubor Dibelka rettete Kassels Schlussmann spektakulär, der Nachschuss von Reid Gardiner landete glücklich an seinem Schoner.

So gingen die Gäste mit einer knappen Führung in das letzte Drittel. In dem aber blieb es nicht lange beim 0:1. In der 44. Minute bekamen die Tölzer die Scheibe nicht aus dem Verteidigungsdrittel. Derek Dinger nahm einen verunglückten Pass an der Blauen Linie auf, schoss direkt. Und wenn Dinger derzeit direkt schießt, dann zappelt der Puck im Netz. 2:0 – und bereits das sechste Saisontor des Verteidigers.

Die Gastgeber versuchten danach noch einmal alles, drängten auf den Anschluss. Kassel geriet kurzzeitig ins Schwimmen. Doch Kuhn entschärfte auch noch Großchancen wie den Nachschuss aus der Nahdistanz von Mario Lamoureux (52.). Und als Spitzner das Zuspiel von Ryon Moser zum 3:0 nutzte (56.), war der Auswärtssieg perfekt. Brett Cameron setzte dann den krönenden Abschluss. Sie sind halt so souverän, diese Huskies. (Frank Ziemke)

SR: Aumüller/ Lajoie, Tore: 0:1 (27:56) Olsen (Laub, Rutkowski - 5:4), 0:2 (43:20) Dinger, 0:3 (54:09) Spitzner (Moser), 0:4 (57:47) Cameron Strafminuten: Tölz 10 - Kassel 10.

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