Zwei Tore waren zu wenig

Kassel Huskies holen beim 2:3 nach Verlängerung Punkt in Kaufbeuren

Besorgte die Führung für die Huskies: Stürmer Lukas Koziol (links/ im Duell mit dem Lausitzer Fuchs Thomas Götz). Archivfoto: Fischer

Kaufbeuren. Sie haben zweimal geführt. Sie haben im Schlussdrittel einen offenen Schlagabtausch geführt – und dann doch in der Verlängerung beim ESV Kaufbeuren verloren.

Kleiner Trost für die Kassel Huskies: Trotz des 2:3 (1:1, 1:1, 0:0/0:1) nehmen sie einen Zähler mit.

Dabei erwischten sie einen Auftakt nach Maß: Schon gleich in der ersten Spielminute hätte Jens Meilleur die Führung besorgen müssen. Und die hätte eine besondere Note gehabt: Denn ein Befreiungschlag der Kasseler blieb am Rücken des Schiedsrichters hängen. Die Scheibe landete unvermittelt beim freistehenden Meilleur, der dieses Geschenk aber nicht nutzen konnte.

Besser machte es Lukas Koziol: Von der Strafbank kommend tauchte er allein vor Torhüter Bastian Kucis auf und traf mit einem Rückhandschuss zum 1:0 in den Winkel (6.). Kucis und nicht Stefan Vajs, die verletzte etatmäßige Nummer eins, stand bei den Gastgebern zwischen den Pfosten. Der 20-Jährige, der aus Kaufbeuren stammt, absolvierte sein erstes Saisonspiel und erst das zweite DEL2-Spiel. Klar, dass die Huskies immer wieder versuchten, die Scheibe schnell nach vorn zu spielen und den jungen Torhüter so unter Druck zu setzen.

Es war ein Mittel, um nach dem zwischenzeitlichen 1:1 erneut in Führung zu gehen. Denn 68 Sekunden nach Koziols Treffer hatten die Gastgeber durch Joseph Lewis ausgeglichen (7.). Tatsächlich legten die Huskies auch wieder vor – diese Führung allerdings kam eher schmeichelhaft daher. Denn von Beginn des zweiten Drittels an hätte die Partie eigentlich in ESVK gegen Mirko Pantkowski umbenannt werden müssen. Chancen der Hausherren im Minutentakt machte der Kasseler Keeper zunichte, während auf der Gegenseite Braden Pimm einen Abpraller verwertete (36.) Dass dies erst die zweite herausgespielte Gelegenheit der Huskies in diesem Abschnitt war, spricht für sich. Doch auch Pantkowski griff kurz darauf hinter sich: Von einem Missverständnis profitierte Steven Billich, der das 2:2 besorgte. Ausgerechnet Billich, der im Hinspiel in Kassel Anfang Oktober eine Kopfverletzung erlitten hatte und jetzt gegen Kassel zurückkehrte.

Im Schlussdrittel folgt ein offener Schlagabtausch. Die Huskies haben Glück, als Christopher Kiefersauer den Penalty nach einem Foul von Mike Little neben das Tor setzt. Sie haben Pech, als erst Meilleur ein neuerliches Solo nicht krönen kann und dann das einzige, dafür umso druckvoller gespielte Powerplay ohne Torerfolg bleibt – ehe sie dann in der Verlängerung das entscheidende 2:3 durch Sami Blomqvist kassieren.

So haben die Kassel Huskies gespielt

SR: Aumüller/Holzer

Zuschauer: 2234

Tore: 0:1 (5:01) Koziol, 1:1 (6:09) Lewis (Osterloh), 1:2 (35:57) Pimm (Meilleur), 2:2 (38:13) Billich, 3:2 (63:36) Blomqvist (Sarault)

Strafminuten: Kaufbeuren 6, Kassel 6 + 10 McGrath + 10 Koziol

Quelle: HNA

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