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Kassel Huskies: Mit einer Siegesserie in die Playoffs

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Von: Pascal Spindler

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Großer Jubel bei den Huskies: (von links) Dieter Orendorz, Jamie MacQueen, Hans Detsch und Corey Trivino feiern das zwischenzeitliche 3:0 gegen Dresden.
Großer Jubel bei den Huskies: (von links) Dieter Orendorz, Jamie MacQueen, Hans Detsch und Corey Trivino feiern das zwischenzeitliche 3:0 gegen Dresden. © Dieter Schachtschneider

elungener Hauptrunden-Abschluss für die Kassel Huskies. Im letzten Spiel vor dem Start der DEL-2-Playoffs gewinnt der Eishockey- Zweitligist gegen Tabellenführer Dresden.

Kassel – Mit dem 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) feiern die Huskies den siebten Sieg in Serie und gehen mit ordentlich Selbstvertrauen in die Playoffs gegen Bau Nauheim. Dort haben die Huskies zunächst Heimrecht, machen den Rivalen aus Frankfurt durch den Sieg allerdings auch zum Hauptrunden-Meister. (Hier gibt‘s den Liveticker zum Nachlesen.)

Was vor Spielbeginn gegen die Eislöwen auffällt: Die Halle, sie ist deutlich gefüllter als zuletzt. Pünktlich zur heißen Phase der Saison dürfen 3860 Zuschauer hinein, 2094 sind gekommen. Laute Anfeuerungsrufe ertönen aus jedem Winkel der Halle. Auch Fans aus Dresden sind angereist.

Die Zuschauer sehen sofort ein intensives, ein temporeiches Spiel. Kein Wunder, waren die bisherigen drei Begegnungen zwischen beiden Mannschaften ja auch stets spektakuläre, ereignisreiche Spiele. Dresdens Philipp Kuhnekath hat den ersten Abschluss der Partie, schießt die Scheibe allerdings frei vor Kassel-Goalie Jerry Kuhn deutlich am Tor vorbei (1.). Die Huskies werfen alles rein: Maxim Rausch (3.) fängt einen Pass mit vollem Körpereinsatz ab, Stephan Tramm wirft sich im Stil eines Torhüters in Unterzahl in den Puck, blockt (4.). Es gibt zahlreiche Strafzeiten auf beiden Seiten. Die Begegnung erinnert bereits früh an eine Playoff-Partie – dabei dauert es bis dahin ja noch ein wenig.

Dresden ist zunächst das gefährlichere Team, hat durch Adam Kiedewicz (7.) und Tom Knobloch (10.) gute Möglichkeiten, doch Kuhn ist zur Stelle. Auf der anderen Seite vergeben Lukas Laub (12.) und Jamie MacQueen (17.) aussichtsreiche Gelegenheiten.

Torlos soll es dennoch nicht in die Drittelpause gehen: Joel Keussen setzt aus der Distanz zum Schlagschuss an, Gäste-Goalie Janick Schwendener ist die Sicht versperrt, kommt nicht rechtzeitig runter und die Scheibe rutscht durch – 1:0 für die Huskies (19.).

Im Mitteldrittel liefern sich die beiden Topscorer MacQueen und Jordan Knackstedt zunächst einen Faustkampf, müssen beide fünf Minuten runter, ehe Hans Detsch aus guter Position die Chance auf den nächsten Huskies-Treffer liegen lässt (21.). Wenig später muss Dresdens Artus Kruminsch wegen eines Ellbogenschlags zwei Minuten vom Eis, Kassel spielt also in Überzahl. Ärgerlich: Eine Vier-gegen-Eins-Situation spielen die Huskies zu schlampig zu Ende (27.), beinahe im Gegenzug stürmt Krumnisch von der Strafbank, bekommt den Puck und läuft ganz allein auf Kuhn zu – doch der bleibt lange stehen, pariert glänzend (28.).

Großchancen gibt’s weiter: Brett Cameron haut die Scheibe nach 33 Minuten an den Pfosten – oder doch ins Netz? Die Schiedsrichter überprüfen per Video, ob der Puck ins Tor gerutscht ist. Die Entscheidung: kein Treffer, weitermachen. Und die Huskies machen weiter. Und wie: Jake Weidner und Troy Rutkowski kombinieren sich sehenswert durch die Dresdner Defensive, Rutkowski legt quer auf Laub, der die Kelle hinhält und zum 2:0 trifft (36.) – klasse gespielt, klasse Treffer. Doch damit nicht genug: Zwei Minuten später bekommt Hans Detsch die Scheibe frei vor Schwendener, jagt sie an ihm vorbei ins Netz – 3:0 (38). Die Huskies krönen eines ihrer stärksten Drittel in dieser Saison.

Kommt Dresden in den letzten zwanzig Minuten noch einmal heran? Zunächst nicht, Weidner und Oliver Granz haben gar beste Möglichkeiten auf das 4:0 (51./52.). Doch dann eine Unaufmerksamkeit in der Huskies-Defensive, Johan Porsberger verkürzt auf 1:3 (55.). Aber der Treffer kommt zu spät. In dieser Form sind die Huskies bereit für die Playoffs.

SR: Schadewaldt/Ratz Z: 2094

Tore: 1:0 (18:44) Keussen (Spitzner), 2:0 (35:10) Laub (Rutkowski, Weidner), 3:0 (37:51) Detsch (Trivino, MacQueen), 3:1 (54:32) Porsberger (4-4)

Strafminuten: Kassel 10 +5 MacQueen – Dresden 12 +5 Knackstedt

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