Eishockey

Kassel Huskies mit mehr Biss: Neues Logo, mehr Nähe zu den Fans

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Neues Miteinander bei den Huskies: Geschäftsführer Joe Gibbs (rotes Hemd), Michael Scholtyssek, Christoph Steinbach und Kapitän Manuel Klinge (Mitte von links) präsentieren den Fans den Entwurf des neuen Logos.

Kassel. Bissiger, aggressiver, angriffslustiger – die Huskies wollen sich und ihre Marke offensiver gestalten und präsentieren.

Dies ist die eine wichtige Botschaft, die nun bei einem Treffen mit Vertretern von sieben der acht Fanklubs verkündet wurde. Die zweite Nachricht, die von der Geschäftsführung um Joe Gibbs und Michael Scholtyssek ausgesendet wurde, hat nicht weniger Gewicht: „Die Fans sind unser wichtigstes Gut. Wir wollen auf sie zugehen und sie deutlich mehr einbeziehen.“

Das Logo steht beim Kasseler Eishockey-Zweitligisten für die Marke Huskies. Und so, wie die Mannschaft sich in der vergangenen Saison allzu oft mehr als zahme Schusshündchen präsentiert hatte denn als bissige Meute, war das Symbol auch ein wenig in die Jahre gekommen. „Mit dem neuen Logo, das ja überall zusehen sein wird wie auf Karten, Trikots und Drucksachen. wollen wir unseren gesamten Auftritt auffrischen und optimieren, wir wollen beispielsweise auch im Internet moderner und zeitgemäßer werden“, erläuterte Christoph Steinbach, nun verantwortlich für Kommunikation und Medien bei den Huskies. „All das soll auch eine gewisse Aufbruchstimmung dokumentieren.“

Die Neugestaltung des Logos sei da der erste Schritt. Die endgültige Fassung des Emblems soll im Laufe dieser Woche vorgestellt und endgültig eingeführt werden.

Die Fans nahmen die Chance wahr und tauschten sich sehr rege mit den Huskies-Machern um Gibbs und Scholtyssek aus. „Die Zeit war reif dafür, das Thema hatten die Huskies schleifen lassen“, sagt Sebastian Daude, Vorsitzender der Huskies-Fans online. Er freute sich über die sehr offene Diskussion „altbekannter Kritikpunkte“. Die Begeisterung über das neue Logo indes und den Zeitpunkt der Einführung „hielt sich in Grenzen“.

Die Anhänger sollen nun einbezogen werden in die Gestaltung des Programms bei Heimspielen, insbesondere im Bezug auf Choreografien. Über das Catering in der Eissporthalle wurde intensiv diskutiert, Preise, Angebot und Qualität von Speisen und Getränken waren heiße Themen. Die Bilanz: „Wir werden etwas tun“, versprach Steinbach.

Deutlich weniger tun dagegen können Gibbs und Co. bei der Gestaltung des DEL2-Spielplans. Die Rückkehr zu 18.30 Uhr als Regelspielbeginn sonntags sei intern intensiv und kontrovers diskutiert worden und schließlich Ausdruck eines Mehrheitsbeschlusses.

Ein wichtiges Anliegen ist den treuesten Huskies-Anhängern der Wohlfühlfaktor in der Halle. Ihnen wurde erklärt, was getan wird, dass Investitionen aber nur Schritt für Schritt erfolgen können. Wenig Neues hier also.

Gleichwohl: Bei den Fans rannten die Huskies-Verantwortlichen an diesem Abend viele offene Türen ein, fühlten sich die Anhänger in der Vergangenheit doch häufig nicht ausreichend respektiert. „Diese Zusammenkunft war nun der x-te Versuch, ein besseres Miteinander hinzubekommen“, sagt Carsten Brandt, Vorsitzender des 1994 gegründeten FC Dedelpower. „Die Atmosphäre war gut, der Austausch war gut, das neue Logo stieß auf breite Zustimmung, auch wenn leider nur noch geringfügige Änderungen möglich sind“, bilanzierte der Sprecher des ältesten Huskies-Fanklubs. Und ergänzt: „Dieses Treffen hat wieder einmal Hoffnungen geweckt, hoffentlich werden sie diesmal auf längere Sicht auch erfüllt und es bleibt keine Eintagsfliege.“

Soll es nicht. „Wir wissen um unsere Schwächen im Umgang mit den Fans in der Vergangenheit. Aber wir arbeiten daran, Defizite abzubauen. Und wir wollen weiterhin offen diskutieren und den wichtigen Kontakt pflegen“, versprach Christoph Steinbach.

Quelle: HNA

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