Nach Sieg in Selb und Sprung an Tabellenspitze:

Huskies schauen nach Frankfurt: „Wir wollen sie richtig ärgern“

Da jubelt der zweifache Torschütze: Alexander Heinrich feiert, Selbs Torhüter Marko Suvelo konnte den Treffer ebenso wenig verhindert wie Achim Moosberger (Nummer 57). Foto: Wiedel

Selb. Jürgen Rumrich ist voll des Lobes: „Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen. Die späten Siegtore gegen Duisburg und Kaufbeuren haben sie stark gemacht“, sagt der Trainer des Eishockey-Oberligisten Kassel Huskies.

Beim 6:3 im oberfränkischen Selb, mit dem die Kasseler den Traumstart in die Qualifikationsrunde zur DEL II perfekt machten, war ein spätes Tor allerdings gar nicht nötig. Die bärenstarken Gäste waren über 60 Minuten die überlegene Mannschaft, leisteten sich nur eine kurze Schwächephase und benötigten dann eins: die richtige Antwort.

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Und die gaben die Huskies. Als der Meister der Oberliga Süd Mitte des zweiten Drittels aus einem 0:2 ein 2:2 machten, da dauerte es nur 35 Sekunden, bis Artjom Kostyrev erneut für die Führung sorgte. „Das war entscheidend, dass wir hier die richtige Reaktion gezeigt haben“, kommentierte Rumrich. Bei allem Lob für sein Team hob er aber einen Spieler noch hervor.

Der vom Verteidiger wieder zum Stürmer umfunktionierte Alexander Heinrich sorgte mit den Treffern vier und fünf im Mitteldrittel für die Entscheidung und brachte seinen Trainer ins Schwärmen: „Ein Riesenkompliment an Alex. Er bringt immer 100 Prozent – egal, wo ich ihn hinstelle. Diese Tore hat er sich verdient.“

Der so Gelobte freute sich natürlich, dass ihm trotz der immer wieder schwierigen Positionswechsel zwei Treffer gelungen waren, stellte aber vor allem die Mannschaft in den Mittelpunkt: „Wir spielen unser Spiel. Wir sind geduldig, immer für Tore gut. Es steckt einfach ein unheimlicher Wille in dieser Mannschaft.“ Und mit Blick auf die wirtschaftlichen Probleme ergänzt er: „Dieser Wille war auch in der letzten Saison schon da, aber jetzt sind alle noch mehr zusammengerückt, weil wir wissen, was daran hängt.“

In Selb, der Porzellanstadt im Fichtelgebirge, landeten die Huskies einen unglaublich sicheren Sieg gegen einen Kontrahenten, der eigentlich als starker Gegner im Kampf um einen der Aufstiegsplätze gehandelt worden war. Doch nun stehen die Huskies nach dem ersten Wochenende an der Tabellenspitze. Für Jürgen Rumrich ist das natürlich kein Ruhekissen. „Wir haben längst noch nichts erreicht. Das Ergebnis aus Freiburg zeigt, dass in dieser Gruppe jeder jeden schlagen kann.“

Die Niederlage des hessischen Rivalen Löwen Frankfurt sorgte in Selb für zusätzliche Freude bei den Huskies-Fans. „Was ist denn mit Frankfurt los?“, skandierten die Anhänger der Schlittenhunde. Vor dem Derby-Wochenende mit Spielen in Frankfurt am Freitag und daheim am Sonntag sorgte die erste Saisonpleite des großen Kontrahenten für einen Motivationsschub im Lager der Nordhessen.

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„Wir haben bisher erst einen Punkt gegen Frankfurt geholt. Es wird Zeit für einen Dreier“, sagte Rumrich. Alex Heinrich kündigt schon mal an: „Jetzt wollen wir sie richtig ärgern.“ Und im Überschwang des erfolgreichen Starts in die alles entscheidende Saisonphase schob er hinterher: „Jetzt sind sie fällig.“

Quelle: HNA

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