Huskies verlieren in zwei Minuten

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Auf der Lauer: Die Huskies Ryon Moser (von links), Thomas Pielmeier, Justin Kirsch und Spencer Humphries.

Kasseler Eishockey-Profis vergeben Chance auf Rückkehr an die Tabellenspitze kurz vor Spielende

Die weite Reise in Deutschlands Süden hat sich nicht gelohnt. Die Eishockey-Profis der Kassel Huskies verloren am Freitagabend beim EHC Freiburg 2:4 (1:1, 1:1, 0:2) und konnten damit im Kampf um die Rückkehr an die Tabellenspitze der DEL 2 keinen Boden gut machen.

Zunächst begann das Spiel in der Freiburger Echte-Helden-Arena temporeich und kampfbetont aber ohne klare spielerische Struktur. Die Huskies um Trainer Tim Kehler machten dennoch klar, dass sie auf ihrem Weg zurück an die Tabellenspitze nicht bereit waren, sich einschnüren oder gar einschüchtern zu lassen.

Und so war es auch Ryon Moser, der in der neunten Minute für die Huskies-Führung sorgte. Nach Bully und Querpass zog der Huskies-Stürmer vor dem Freiburger Tor ab – unhaltbar für Goalie Ben Meisner. Und so hätte es weitergehen können, denn kurz nach dem 1:0 hatte Nick Walters die Möglichkeit, die Führung auszubauen, traf aber nur das Freiburger Außennetz.

Im Gegenzug fanden nun die Gastgeber besser ins Spiel. Hinter dem Huskies-Tor war der Puck eigentlich unter Kontrolle, aber Marc Wittfoth fing einen Kasseler Fehlpass und verwandelte unhaltbar für Kassels Torhüter Gerald Kuhn (12.).

Im zweiten Drittel ging es kampfbetont weiter. Ein Powerplay nach zwei Minuten gegen Wittfoth (34.) konnten die Huskies nicht nutzen. Dann allerdings war Spencer Humphries an der Blauen Linie auf dem Posten. Weil das für Freiburgs Schlussmann Meisner nicht galt, bekam er den eigentlich haltbaren Schuss nicht unter Kontrolle – 2:1 und erneute Huskies-Führung (35.).

Doch die Freiburger Wölfe ließen sich nicht beeindrucken und sorgten mit fast dem identischen Treffer für den erneuten Ausgleich (36.). Kuhn war bei dem krachenden Flachschuss von der Blauen Linie allerdings in der Sicht behindert. Ansonsten war der Huskies-Goalie bei zwei Chancen von Linsenmaier (26./27.) auf dem Posten.

Danach hätte noch Patrick Klöpper zweimal die Möglichkeit gehabt, für Kasseler Tore zu sorgen (32./34.), scheiterte aber an Meisner.

Ins Schlussdrittel starten die Huskies mit einem Powerplay, konnten aber anders als die Wölfe nichts aus der Überzahl machen. Und auch später folgte nichts Zählbares mehr, obwohl Moser, Bettahar und Kirsch zwischen der 50. und 55. Minute drei Großchancen unmittelbar vorm Freiburger Tor hatten. Die Entscheidung fiel dann innerhalb von knapp zwei Minuten vor Schluss: Derek Dinger musste wegen Beinstellens auf die Strafbank. Im Gedränge vorm Kasseler Tor eroberten die Kasseler den Puck, verloren diesen aber wieder, weil sie den eigenen Angriff in Unterzahl nicht zuende brachten. Cam Spiro war der Nutznießer (59.). Brett Bulmer (60.) sorgte dann mit einem Schuss auf das leere Tor für den Freiburger Sieg.

SR: Hinterdobler/Klein, Z.: 3455, Tore:0:1 (8:57) Moser (Trivino, Adam), 1:1 (11:19) Wittfoth, 1:2 (34:42) Humphries (Trivino, Scalzo), 2:2 (36:02) Danner (Kurz, Spiro), 3:2 (58,28) Spiro, 4:2 (59:55) Bulmer (Wittfoth),Strafminuten: Freiburg 4, Kassel 6

Quelle: HNA

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