Kassel Huskies verlieren 1:3 in Hamburg

Hamburg. Die Kassel Huskies bleiben nach der verdienten 1:3 (0:2, 1:1, 0:0)-Niederlage im Kellerduell bei den Hamburg Freezers das Tabellenschlusslicht in der DEL.

Hamburg lud seine Fans zu einem „Family Day“ mit sehr günstigen Eintrittspreisen in die Color Line Arena ein, die Aktion gelang. Anstatt einer Geisterkulisse von vielleicht 4000 Zuschauern kamen 10 811 Besucher – Saisonrekord für die Hanseaten.

„Wir haben heute ein temporeiches Spiel gesehen. Hamburg hat einen guten Start erwischt und ist verdient in Führung gegangen. Die Entscheidung ist nach der Spieldauerstrafe gegen Hamburgs Henrich (hoher Stock gegen Derek Dinger – die Redaktion) in der 35. Minute gefallen, als wir trotz fünfminütiger Überzahl keinen Treffer erzielen konnten. Zudem hat Goepfert im Tor der Hamburger heute Abend sehr stark gehalten. Insgesamt bin ich trotz der Niederlage mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden“, resümierte der scheidende Huskies-Trainer Stephane Richer die Darbietungen seines Ensembles.

Späte erste Chance

Erschwerend kam hinzu, dass die Schlittenhunde den Start in Hamburg nach dem Eröffnungsbully vollkommen verschlafen hatten. Nach nur 244 Spielsekunden führten die Freezers schon mit 2:0, erst in der 18. Minute gab es die erste nennenswerte Torgelegenheit für die Gäste durch Manuel Klinge, der in der 22. Minute mit einem sehenswerten Schrägschuss in den Torwinkel auch den Ehrentreffer markieren konnte.

„Im zweiten Drittel waren wir besser als Hamburg, aber das 2:0 war schon verdient“, sagte Richer und fügte noch einmal hinzu: „Die Saves von Goepfert haben den Unterschied gemacht.“

Kein gutes Pflaster

Hamburg ist ohnehin kein gutes Pflaster für die Schlittenhunde. Nur am 5. September 2008 gab es einmal einen knappen 4:3-Erfolg dank einer überragenden Vorstellung des damaligen Goalie Boris Rousson, der heute Torwarttrainer der Hamburg Freezers ist.

Im Vergleich zur 0:5-Schlappe bei den Freezers an Silvester 2009 war die Darbietung der Huskies etwas stärker, aber insgesamt trat die Mannschaft wenig durchschlagskräftig auf. Die roten Trikots der Kasseler verbreiteten am Sonnabend keinen Schrecken in der Color Line Arena.

„Wir standen heute sehr gut und haben konzentriert gespielt. Der Sieg war sehr verdient, auch weil wir nach der Strafe gegen Henrich gut in der Defensive gearbeitet haben“, sagte Hamburgs Trainer Paul Gardner, der die Hanseaten nach dem Saisonende zugunsten von Stephane Richer verlassen muss.

In Hamburg blieben die Huskies auch ihrer verheerenden Auswärtsschwäche treu. Bei 23 Begegnungen gewann das Team in dieser Saison nur jeweils einmal in Düsseldorf und Augsburg. Und auch die bislang wohl nur theoretische Chance, die Pre-Play-Off-Serie in dieser Saison noch zu erreichen, ist nun angesichts von 16 Punkten Rückstand auf die Kölner Haie auf Rang zehn wohl vorbei.

Die Huskies werden sich schon jetzt daran gewöhnen müssen, die reguläre Hauptrunde auf dem letzten Platz zu beenden.

Von Edgar Wieschendorf

Quelle: HNA

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