Kreispokal-Finale am Dienstag

KSV Hessen: Kein Test am Samstag und eine neue Sitzplatzordnung im Auestadion

Die abgesperrte Tribüne im Auestadion.
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Neue Regelung im Auestadion: Statt der Zehnergruppen wie zuletzt im Kreispokal gegen den CSC 03 gibt es ab sofort nur noch zwei Sitzplätze nebeneinander, die von vier freien Stühlen umrahmt sind.

Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel steckt mitten in den Vorbereitungen auf die Anfang September beginnende Saison.

Kassel –Eishockey-Zweitligist Kassel Huskies ist in Sachen Ligabeginn und Hygienekonzept noch in der Schwebe. Die ersten Coronafälle, die den heimischen Sport beeinflusst haben, berühren vor allem die Planungen des KSV. Bei den Huskies dürften aber auch die ersten Erfahrungen bei den Nachbarn Folgen haben. Wir haben nachgefragt.

KSV Hessen Kassel

Der Plan des KSV Hessen hat eigentlich so ausgesehen: Samstag Finale im Kreispokal gegen Vellmar oder Nords-hausen. Dann eine Woche vorbereiten auf das erste Ligaspiel in Stuttgart. Seit Mittwoch ist dieser Plan über den Haufen geworfen. Weil es bei Vellmar einen Coronaverdacht gab, wurde das Halbfinale des OSC gegen Nords-hausen aufs Wochenende verschoben, das Endspiel zunächst auf Dienstag in der kommenden Woche.

Mittlerweile ist klar: Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Halbfinale und Finale können nun also im zweiten Anlauf über die Bühne gehen. KSV-Trainer Tobias Damm hätte für den Samstag stattdessen gern ein Testspiel gehabt, das es aber nicht geben wird. „Wir hätten am liebsten zuhause gespielt, wären aber auch zwei Stunden gefahren“, sagt Damm. Einen Gegner fanden die Löwen so kurzfristig aber nicht mehr. Deswegen steht nun ein Trainingswochenende an. „Optimal ist das nicht“, sagt der Coach. Auch er weiß aber: „Solche Situationen können jederzeit wieder auftreten, auch uns treffen. So etwas würde den ganzen Rhythmus durcheinanderbringen. Aber so ist es nun mal.“

Das Finale am Dienstag wird im Auestadion und vor Zuschauern stattfinden. Diese werden aber neu verteilt. Statt Zehner-Blocks gibt es nur noch zwei Sitzplätze nebeneinander – drumherum vier freie Stühle. Die Gesamtkapazität sinkt so. Daniel Bettermann, Marketing-Vorstand des KSV, sagt: „Wir hätten es auch noch mal so wie gegen den CSC machen können, glauben aber, dass diese Variante die sicherste für alle Zuschauer ist.“ Außerdem gilt ab sofort auf den Sitzplätzen ein Rauchverbot. Laut Bettermann will der KSV Raucherzonen im Stadion einrichten.

Kassel Huskies

Beim Eishockey-Zweitligisten sind sie angesichts eines Saisonstarts, der gerade erst auf Anfang November verschoben wurde, noch einiges hinter dem Nachbarn zurück. Und froh, von den Erfahrungen – zum Beispiel der Löwen – profitieren zu können. So waren die Hygienebeauftragten Kai Knierim und Boris Oliviero am vergangenen Freitag beim ersten KSV-Spiel vor Zuschauern im Auestadion. Die Huskies haben Fans in Zehner-Blocks geplant, allerdings in anderer Verteilung als die Fußballer.

Ihr Hygienekonzept ist bei der Stadt eingereicht, wartet auf Genehmigung. „Wir warten auf die Entscheidung, haben derzeit aber natürlich keinen Zeitdruck“, sagt Pressesprecher Jason Schade. Auf die Möglichkeit, die Zuschauerplätze neu verteilen zu müssen, sind die Huskies dank der Erfahrungswerte aus dem Auestadion nun vorbereitet. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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