Kommentar zum KSV und Joe Gibbs: Im Konflikt der Interessen

Joe Gibbs

Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel und Marketingleiter Joe Gibbs haben sich getrennt. Dieser Schritt war überfällig, kommentiert HNA-Sportredakteur Florian Hagemann.

Die Trennung des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel von Joe Gibbs als Marketingleiter kommt nicht überraschend - im Gegenteil: Sie war längst überfällg, nachdem Gibbs im Sommer eine wichtige Funktion bei den Kassel Huskies übernommen hatte. Er führt seitdem die Geschäfte des Eishockey-Zweitligisten, sollte aber gleichzeitig noch Werbekunden für den KSV betreuen - eine durch und durch fragwürdige Konstellation.

Schließlich darf eines nicht vergessen werden: Bei allem berechtigten Bemühen der Top-Vereine, Zusammenhalt zu demonstieren - bei der Suche nach Sponsoren sind Huskies, KSV und auch die Erstliga-Handballer der MT Melsungen Konkurrenten. Das gilt gerade in Zeiten, in denen die Bereitschaft der Wirtschaft schwindet, viel Geld zur Unterstützung für den Sport auszugeben.

Florian Hagemann über die Trennung des KSV von Joe Gibbs

Gibbs geriet somit in einen Konflikt der Interessen. Bei aller Professionalität machte er sich zwangsläufig angreifbar. Eine Trennung nun ist die sauberste aller Lösungen, wobei die Frage aufkommt, warum beide Parteien noch im August und in Kenntnis der neuen Sachlage den Vertrag verlängert haben.

Fernab davon täten dem KSV in der Vermarktung neue Ideen nur allzu gut. Auf Michael Pfeffer wartet als Nachfolger von Joe Gibbs somit eine schwere, aber auch reizvolle Aufgabe. Schließlich hat der KSV immer noch einen Namen. Es gilt, ihn positiv zu nutzen. hag@hna.de

Quelle: HNA

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