Braucht die MT einen Ersatz für Fahlgren? Ein Pro und Kontra

Für die MT Melsungen stehen entscheidende Wochen ins Haus - unter anderem das Viertelfinale im EHF-Pokal. Ausgerechnet jetzt fällt Spielmacher Patrik Fahlgren aus. Sollte der Handball-Bundesligist kurzfristig einen Ersatz verpflichten? Ein Pro & Kontra:

Pro: Nicht bis der Motor stottert

Björn Mahr (40), Sportredaktion

Man stelle sich mal den schlimmsten Fall vor: Nach Patrik Fahlgren verletzt sich demnächst auch noch Nenad Vuckovic. Dann stünden die Melsunger im Viertelfinale des Europapokals ohne einen tauglichen Spielmacher. Das geht gar nicht. Das wäre so, als müsste Sebastian Vettel in der Formel 1 gegen die Silberpfeile antreten und sein Wagen würde nur auf fünf Zylindern laufen.

Es wäre fahrlässig, wenn sich die MT im Rennen um die internationalen Plätze und den Einzug ins Final Four in Berlin allein auf eine Variante mit Nenad Vuckovic verlassen würde. Und sollte Trainer Michael Roth jetzt an weiteren internen Lösungen basteln, dann hat dies nur eine Konsequenz: Die Melsunger berauben sich selbst an anderer Stelle ihrer Stärke.

Eines sollte die MT-Führung dazu bedenken: Gelingt es ihr, einen Regisseur von Klasse zu verpflichten, dann hätte sie noch ein Problem gelöst: In der Vorbereitung im Sommer bräuchte sie bis zur Rückkehr Fahlgrens keinen Mann mehr neu einzubauen.

Kontra : Schwer einzubinden

Der Ausfall von Spielmacher Patrik Fahlgren tut der MT Melsungen richtig weh. Trotzdem sollte der Handball-Bundesligist keinen Schnellschuss riskieren und kurzfristig einen neuen Spieler verpflichten.

Robin Lipke (38), Sportredaktion

Zum einen ist der Schwede nicht zu ersetzen - einen Kracher dürfte der Markt ohnehin nicht hergeben. Zum anderen wäre ein Neuer, ungeachtet seiner Qualität, schwer einzubinden. Gerade für diese Position, auf der Automatismen eine große Rolle spielen. Die Energie, die für die Integration nötig wäre, kann die MT sinnvoller einsetzen. Zum Beispiel dafür, mit den vorhandenen Akteuren andere Varianten einzustudieren. Das ginge allemal schneller.

Darüber hinaus wäre ein Schnell-Einkauf das falsche Signal an die Mannschaft. Die Klasse ist ja weiterhin vorhanden. Außerdem sollte der Faktor Teamgeist nicht unterschätzt werden. Es gilt: Jetzt erst recht! Das schweißt zusammen und kann mehr Kräfte freisetzen als ein fremder Spieler.

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Quelle: HNA

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