HNA-Kommentar zur Situation im Kasseler Eishockey

Huskies am Tiefpunkt: Spaß macht das nicht mehr

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Wann weißt du, dass Eishockey grad gar keinen Spaß mehr macht? Wenn das Spiel läuft und minutenlang nur das Kratzen der Kufen auf dem Eis zu hören ist.

Dann hat die Stimmung ihren Tiefpunkt erreicht. Dann kommt keine Aufmunterung von den Rängen. Dann springt kein Funke mehr über von Spielern auf Fans. Wesentlich deprimierender kann es kaum noch werden im Kasseler Eishockey. Hoffentlich. Die schleichende Abwärtsbewegung und der Prozess der Entzweiung von Mannschaft und Fans haben einen neuen Höhepunkt erfahren.

Dabei schien es, als hätten die Huskies die Kurve gekriegt. Es gab ja diese Serie überzeugender Heimspiele. Es gab Siege gegen Topteams der Liga. Es schien alles einen besseren Weg zu nehmen. Doch ausgerechnet jetzt, in einer Saisonphase, in der du endgültig Fahrt aufnehmen musst, gerät die Mannschaft richtig aus dem Tritt.

DEL2: Kassel Huskies wirken wehrlos

Weit schlimmer als die Niederlagen ist dabei die Art, wie sie zustande kommen. Über weite Strecken wirken die Huskies wehrlos, ja leblos. Und ein Aufbäumen im Schlussdrittel, das reicht dann halt nicht.

Dass nun ein Zeichen gesetzt wurde mit der Suspendierung des Spielers, der einserseits seinem Team durch überflüssige Strafen schadet, andererseits aber den Goldhelm auf dem Kopf trägt, ist ein weiteres Indiz: In dieser Mannschaft stimmt etwas gewaltig nicht. Allerdings müssen sich das nicht nur die Spieler ankreiden lassen, sondern auch die, die dieses Team zusammenstellen und führen. Die große Frage lautet nun, ob dieses verzweifelte Signal ankommt. Das Derby wäre ein guter Zeitpunkt, die richtige Antwort zu geben.

Die HNA überträgt per Liveradio und Liveticker.

Ein Kommentar von Frank Ziemke

Quelle: HNA

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