Am Samstag im Parkstadion

KSV Baunatal gegen KSV Hessen: So packend wird das Hessenliga-Derby

Wer entscheidet das Derby für sich? Trainer Tobias Nebe (links) empfängt am Samstag mit dem KSV Baunatal den KSV Hessen mit seinem Coach Tobias Cramer.

Kassel. KSV Baunatal gegen KSV Hessen, Dritter gegen Vierter, 16 Punkte gegen 16 Punkte: Die Vorzeichen vor dem Derby am Samstag ab 15 Uhr im Parkstadion könnten besser nicht sein, so dass die Zuschauer ein packendes Duell in der Fußball-Hessenliga zu sehen bekommen. 

Warum dieses Spiel ein besonderes werden wird:

 Weil sich der FC Gießen nicht zu lange über den Zuschauerrekord in dieser Saison freuen soll: Bei der 1:3-Niederlage des KSV Hessen am vergangenen Wochenende kamen 3700 Besucher ins Stadion des Tabellenführers. Diese Marke sollte nun fallen. Zum Vergleich: In der Regionalliga-Saison 2013/2014 kamen 8000 Zuschauer nach Baunatal zum Derby, ein halbes Jahr später waren es immerhin noch 6000.

 Weil das letzte Liga-Derby zwischen beiden Teams schon fast dreieinhalb Jahre her ist: Am 31. März 2015 sahen 3400 Fans einen 1:0-Erfolg der Löwen gegen den KSV Baunatal im Auestadion – es war das bislang letzte Liga-Duell. Das einzige Tor im Flutlichtspiel schoss Mike Feigenspan in der 28. Minute. Auch das Hinspiel hatte der KSV Hessen für sich entschieden – mit 3:1, nach einem lupenreinen Hattrick von Benjamin Girth (47., 60., 85.). Die Baunataler Führung hatte damals Andreas Pollasch in der 36. Minute erzielt. In vier Regionalliga-Vergleichen von 2013 bis 2015 gingen drei Siege an die Löwen, eine Partie endete Unentschieden.

 Weil die Tabellenkonstellation kaum reizvoller sein könnte: Gibt es eine Wachablösung oder verteidigt der KSV Hessen seine Vormachtstellung aus den letzten Jahren und zieht in der Tabelle wieder an den Baunatalern vorbei? Eine spannende Frage, die sicherlich noch den einen oder anderen Zuschauer mehr ins Parkstadion locken dürfte.

 Weil die besten Abwehrreihen der Liga aufeinandertreffen: Die Offensivabteilungen beider Mannschaften müssen sich schon etwas Besonderes überlegen, um die gegnerische Defensive zu überwinden. Der KSV Hessen hat gemeinsam mit dem FC Gießen nur fünf Gegentore kassiert – das ist der Topwert aller 17 Mannschaften. Gleich dahinter rangiert der KSV Baunatal, der wie auch Bayern Alzenau sieben Gegentreffer zuließ.

 Weil die Spieler sich bestens kennen und etliche von ihnen schon für den jeweils anderen Klub aufgelaufen sind: „Diese Derbys sind einfach unglaublich packend, und du gibst immer 120 Prozent. Im Parkstadion zu spielen macht richtig Spaß, und das Wetter am Samstag soll ja auch passen – was willst du mehr?“, sagt KSV-Spieler Ingmar Merle, der in der Saison 2016/2017 das Baunataler Trikot getragen hat. Auch Florian Heussner kennt beide Mannschaften wie seine Westentasche, ist erst zur aktuellen Saison wieder vom OSC Vellmar nach Baunatal zurückgekehrt. „Das wird für die Leute ein absolutes Highlight. Und wir freuen uns auf eine tolle Stimmung, weil man ja nicht immer vor einer solchen Kulisse spielen darf“, sagt der 30-Jährige.

Weil es auch das erste Liga-Duell der beiden Trainer ist: Die letzten Derbys in der Regionalliga erlebte Tobias Cramer noch als Co-Trainer des KSV Hessen an der Seite von Matthias Mink. Nun also wird er erstmals der Chef der Löwen sein, wenn er seinem Baunataler Kontrahenten Tobias Nebe gegenübersteht.

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