KSV: Fans machen mobil - außerordentliche Mitgliederversammlung?

Kassel. Die Turbulenzen der vergangenen Tage und Wochen beim KSV Hessen Kassel bleiben nicht folgenlos. Aus Fan-Kreisen hat sich nun die "Initiative KSV "gegründet, die seit dieser Nacht im Internet über das Forum der KSV-Internetseite zu erreichen ist.

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Ziel dieser Gruppe ist es, eine außerordentliche Mitgliederversammlung herbeizuführen. Darin soll dann unter anderem über die Zukunft von Dirk Lassen, dem Vorsitzenden des KSV-Aufsichtsrates, abgestimmt werden. Auch soll darüber nachgedacht werden, einen Präsidenten zu installieren. Vor dem Spiel gegen den SC Pfullendorf am Freitagabend (Anpfiff: 19.30 Uhr) soll rund ums Auestadion für die "Initiative KSV" in Form einer Unterschriftenaktion geworben werden. Hintergrund: Eine außerordentliche Mitgliederversammlung können nebem dem Vorstand und dem Aufsichtsrat nämlich auch 30 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder herbeiführen.

Derzeit hat der KSV 769 stimmberechtigte Mitglieder. Sollte der Antrag formal in Ordnung sein, müsste es innerhalb von einer Woche zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kommen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Artikel aktualisiert um 16.50 Uhr.

Aufsichtsrat-Vorsitzender Lassen wollte sich gegenüber der HNA nicht zu der „Initiative KSV“ äußern. Dafür stand Hans-Jochem Weikert, Vorsitzender des Wahlausschusses beim KSV, Rede und Antwort. Der Vorstand und Aufsichtsrat sei gut beraten, auf die Mitglieder zuzugehen und eine Versammlung einzuberufen – unabhängig davon, ob die nötige Anzahl an Stimmen zusammenkommt, sagte Weikert. „Es ist das gute Recht der Mitglieder, die Sorgen offen auszusprechen. Die Aktion an sich unterstütze ich voll und ganz.“

Allerdings stehe er nicht hinter den Inhalten der Initiative. „Da erscheint mir zu viel aus dem Bauch heraus“, sagt Weikert. Zudem sei noch einiges unklar. Zum Beispiel, wie solle diese Fanabteilung genau aussehen? Darüber hinaus „ist es laut Satzung nicht möglich, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates abzuwählen“. (hag)

Das fordert die "Initiative KSV"

Mehr zu den Forderungen der Fans im Forum

"Aufgrund der zunehmend negativen Ereignisse rund um unseren KSV hat sich aus engagierten KSV-Fans eine Initiative gegründet, welche sich mit den Vereinsstrukturen befasst und zum Ziel hat die Rechte und Wahrnehmung der Mitglieder zu stärken. ...

Für die geplante außerordentliche Mitgliederversammlung stellen wir als Mitglieder folgende Anträge: Die Mitgliederversammlung beschließt darüber, ob über die Abwahl des Aufsichtsratsmitgliedes Dirk Lassen abgestimmt werden darf. ...

Tagesordnungspunkte: Gründung einer Fanabteilung Die Mitgliederversammlung fordert die Vereinsführung auf, eine Fanabteilung zu gründen. Die Fanabteilung setzt sich für die Rechte der Fans und deren Anliegen im Verein ein, zudem agiert sie als Sprachrohr der Mitglieder des Vereins und verstärkt die Bindung der Mitglieder zum Verein. Zur Sicherung des Mitspracherechts und der Verbesserung der Kommunikation zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Mitgliedern entsendet die Fanabteilung eine durch sie berufene Person in den Aufsichtsrat mit gleichen Stimmrecht wie die übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Dadurch soll mehr Transparenz gewährleistet werden. ...

Satzungsänderung zur Wahl eines Vereinspräsidenten Der KSV Hessen Kassel e.V. erhält einen Vereinspräsidenten. Dieser wird von der Mitgliederversammlung vorgeschlagen und gewählt. Voraussetzung ist eine mindestens dreijährige Vereinsmitgliedschaft. Der Vereinspräsident widmet sich vornehmlich repräsentativen Aufgaben, ist jedoch an allen Vorstandsentscheidungen zu beteiligen. Er erhält einfaches Stimmrecht, welches sich im Falle eines Patts verdoppelt. ...

Am Freitag haben alle Mitglieder die Möglichkeit, den Antrag für die außerordentliche Mitgliederversammlung einzusehen und zu unterschreiben. Dafür werden wir vor den Toren des Stadions stehen und jedem Interessierten sowohl den Antrag erklären als auch Listen für die Sammlung der notwendigen Unterschriften bereithalten. Um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, müssen 30% der Mitglieder, also etwa 300 Mitglieder, den Antrag unterschreiben." ...

Quelle: HNA

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