Fußball-Regionalligist siegt auf Kunstrasen

KSV Hessen feiert wichtigen 3:1-Sieg gegen Stadtallendorf nach hektischem Spiel

Die Eckfahne des KSV Hessen Kassel.
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Die Eckfahne des KSV Hessen Kassel.

In einer hektischen Partie feierte der KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga einen 3:1 (1:0)-Erfolg gegen Eintracht Stadtallendorf.

Kassel - Es gab viel Hickhack im Vorfeld. Es gab viel Hektik auf dem Platz. Das Wichtigste aber: Im Spiel, das erst nicht stattfinden sollte und das dann doch stattfand, kam Regionalligist KSV Hessen Kassel zu einem 3:1 (1:0)-Sieg gegen Eintracht Stadtallendorf.

Für die Löwen waren das drei wichtige Punkte im Abstiegskampf nach einem hochemotionalen Duell, in dem es schon in der ersten Hälfte vier Gelbe Karten und einen Platzverweis gab.

Der Kunstrasenplatz war im besten Zustand. Das war die wichtige Nachricht vor dem Anpfiff. Im Personal der Gastgeber gab es dann aber einige Lücken – und eine dicke Überraschung. Kapitän Frederic Brill war dann doch nicht dabei, ein Einsatz auf dem harten Platz zu riskant. Auch Alban Meha musste mit Adduktorenproblemen passen. Tim Philipp Brandner und Sebastian Schmeer saßen zumindest auf der Bank. Und die Überraschung? Die gab es im Tor, wo Trainer Tobias Damm sich für einen Wechsel entschieden hatte. Statt Maximilian Zunker bot er den Nachwuchsmann Nicolas Gröteke auf. Und vorweg: Der 19-Jährige machte seine Sache gut.

Das Spiel war dann von der ersten Minute sehr hektisch. Das lag in erster Linie an den Gästen, die hochmotiviert waren. Aber eben auch oft übermotiviert. Im Mittelpunkt stand in der ersten Hälfte vor allem Lukas Iksal. Der Flügelspieler leistete die Vorarbeit zur frühen Führung. Seine Flanke von der linken Seite drückte Marco Dawid über die Linie. Mit der ersten Chance war das auch das 1:0 für die Löwen.

Bis dahin hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel. Nach dem Rückstand wurde es aber ruppig. Kristian Gaudermann eröffnete die Kartenflut, weil er reklamierte, als Iksal erstmals gefoult wurde. Das zweite Foul an Iksal führte dann zum Platzverweis. Der absolut berechtigt war. Mirco Geisler trat den Kasseler an der Seitenlinie von hinten um (24.). Die Gäste waren auch deshalb aufgebracht, weil sie kurz zuvor nach einem Schubser von Alexander Mißbach gegen Laurin Vogt Elfmeter gefordert hatten.

Da hatten die Löwen etwas Glück. Und richtig im Spiel waren sie trotz der Führung auch noch nicht. Doch Gröteke bestand seine Bewährungsproben: Bei der Fußabwehr gegen Jascha Döringer (22.), vor allem aber bei einem tückisch aufsetzenden Freistoß von Malcolm Phillips, den er um den Pfosten lenkte (33.).

Schon in der Schlussphase der ersten Halbzeit aber wurden die Gastgeber immer stärker, erspielten sich Chancen, rechtfertigten die Führung. Und nach dem Wechsel, da sicherten sie sich auch bald den Erfolg. Vor allem über die Flügel spielte der KSV seine personelle Überzahl nun aus. Beim 2:0 in der 49. Minute setzte sich Mahir Saglik auf engem Raum gegen den Ex-Löwen Arne Schütze durch und drosch den Ball aus fünf Metern in den Winkel. Der schönste Treffer des Tages war dann in der 61. Minute das 3:0. Diesmal bereitete Dawid von der rechten Seite vor, am hinteren Pfosten lief Iksal an und vollendet.

Der Sieg war perfekt – und wurde doch noch überschattet. Ausgerechnet Dawid, der ein starkes Spiel machte, knickte nach einem Foul zusätzlich um und erlitt dabei offenbar eine Knieverletzung. Bitter. Das 1:3 der Gäste durch einen Distanzschuss von Leon Lindenthal in der 87. Minute war dagegen zu verkraften. (Frank Ziemke)

Kassel: Gröteke - Merle, Urban, Nennhuber, Mißbach - Schwechel (77. Maiwald) - Dawid (66. Pichinot), Kahraman, Bravo Sanchez, Iksal (73. Najjar) - Saglik (73. Schmeer)

Stadtallendorf: Abramowicz - Gaudermann, Phillips, Schütze, Grönke - Zildzovic (76. Aral) - Geisler, Heuser (59. Sattorov), Bartheld - Döringer (78. Lindenthal), Vogt (76. Bremer)

SR: Bauer (Mainz)

Tore: 1:0 Dawid (12.), 2:0 Saglik (49.), 3:0 Iksal (61.), 3:1 Lindenthal (87.)

Gelbe Karten: Nennhuber, Schwechel - Gaudermann, Vogt, Sattorov, Grönke

Rote Karte: Geisler (24.)

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