Anpfiff um 14.30 Uhr

KSV Hessen gegen Freiburg: Duell der formstärksten Teams

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Gute Laune bei den Löwen: Der KSV Hessen ist das formstärkste Team – nimmt man nur die letzten fünf Partien. Unser Foto zeigt: (von links) Frederic Brill, Sergej Evljuskin, Sebastian Szimayer, Brian Schwechel und Sergej Schmik.

Kassel. Tobias Cramer wird die Statistik zwar gefallen, seiner Mannschaft wird er sie aber sicher nicht mit auf den Weg geben. Der KSV Hessen Kassel ist das formstärkste Team der Südwest-Staffel – nimmt man nur die vergangenen fünf Partien.

Die Löwen holten da drei Siege und zwei Unentschieden (Torverhältnis: 9:5). Der Trainer des KSV ist aber immer um Bodenständigkeit bemüht. Nicht nur er kann sich schließlich noch an das halbe Jahr ohne eigenen Sieg erinnern – nach einem sehr gelungenen Saisonstart.

Da passt es dem Coach vielleicht ins Konzept, dass der heutige Gegner, die Reserve des SC Freiburg (Anstoß 14.30 Uhr), die gleiche Bilanz aus den vergangenen fünf Spielen aufweisen kann: drei Siege, zwei Unentschieden (Torverhältnis: 5:1). Auch wenn es zuletzt sehr gut lief, die Löwen treffen beim Tabellenvierten auf ein Team, das ebenfalls einen Lauf hat und selbstbewusst auftreten wird. Besonders beeindruckend ist, dass die Freiburger in den vergangenen sechs Spielen nur einen Gegentreffer kassierten.

Da schmerzt es einerseits natürlich sehr, dass Sebastian Schmeer nicht fit ist. Seine Treffsicherheit zuletzt wird dem KSV fehlen. Andererseits haben die Löwen derzeit den Luxus, zwei Stürmer zu haben, die regelmäßig treffen. Denn nach dem Ausfall von Schmeer sprang eben Sebastian Szimayer ein und beschäftigte die gegnerische Abwehr. Will man es positiv ausdrücken, ist der 27-Jährige zudem einer, der sich an den Verteidigern aufreibt, auch mal provoziert – und so Vorteile für die eigene Mannschaft herausholt. Gegen Hoffenheim II und zuletzt gegen Völklingen waren es jeweils Tätlichkeiten gegen ihn, die den Gegner dezimierten.

Aber nicht nur Schmeer wird dem KSV jetzt fehlen. Kapitän Frederic Brill kassierte am Wochenende seine zehnte Gelbe Karte und ist gesperrt, Brian Schwechel benötigt nach den anstrengenden Wochen eine Pause. Tim Brandner, Admir Saric, Michael Voss und Niklas Künzel sind ebenfalls noch nicht wieder bereit. Zumindest Sascha Korb steht aber nun im Kader.

Ungewöhnliche Anstoßzeit

Die ungewöhnliche Anstoßzeit am Dienstag kam übrigens auf Wunsch der Löwen zustande. „So müssen die Spieler, die nebenbei noch arbeiten, nur einen Tag und nicht zwei frei nehmen, und wir sind nicht erst nachts zurück“, sagt Cramer. Der Trainer weiß, dass Freiburg schwer zu knacken sein wird. Der Kader sei aufgrund der Länderspielpause noch schwieriger einzuschätzen. Gut vorstellbar, dass auch einige Gesichter aus der ersten Mannschaft dabei sind.

Cramer betont, dass er von der aktuellen Formkurve seines Teams nichts wissen wolle. „Freiburg ist auch gut drauf. Und die stehen zurecht da oben“, sagt er. Am Wochenende zitierte der Coach während der Pressekonferenz seinen Bundesliga-Kollegen Tayfun Korkut vom VfB Stuttgart: „Wenn du Erfolg hast, riechst du gut. Wenn du verlierst, fängst du irgendwann an zu stinken.“ Hoffentlich kommen die Löwen duftend aus dem Breisgau zurück.

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Quelle: HNA

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