Heute, 14 Uhr, Auestadion

KSV Hessen gegen Stuttgarter Kickers: Weniger Spektakel, mehr Punkte

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Ein Bild aus dem Hinspiel: Hier jubelt Lucas Albrecht über den Anschlusstreffer zum 3:2. Im Hintergrund: Sebastian Szimayer. Die Löwen drehten die Partie in Stuttgart im Oktober des vergangenen Jahres. Aus einem 0:3 machten sie am Ende noch ein 3:3. 

Kassel. In Stuttgart war es in dieser Saison immer kurios bis ärgerlich für den KSV Hessen Kassel. Das Spiel bei der Reserve des VfB Stuttgart wurde Anfang Dezember abgesagt, als Fans und Mannschaft schon vor Ort waren.

Der Verein hatte vergessen, die Rasenheizung anzustellen. Anfang Oktober hatten die Löwen bei den Stuttgarter Kickers einen 0:3-Pausenrückstand noch zu einem 3:3 gedreht.

Der Verein aus dem Stadtteil Degerloch ist heute der nächste Gegner des KSV, wenn es ab 14 Uhr im Auestadion um weitere Punkte gegen den Abstieg geht. Da ist es fast ärgerlich, dass die Schwaben am Mittwoch 2:2 gegen den SSV Ulm spielten.

Ärgerlich nicht, weil diese Punkteteilung schlecht für die Löwen war. Nein, dieses Unentschieden war beim Blick auf die Tabelle eigentlich das beste Ergebnis aus KSV-Sicht. Denn sehr wahrscheinlich muss das Team von Trainer Tobias Cramer für den Klassenerhalt am Ende vier oder fünf Teams hinter sich lassen und nicht nur drei. Und das bedeutet, dass sie neben den drei Mannschaften in Reichweite auch noch einen Klub wie Ulm, Worms oder eben die Stuttgarter Kickers einholen müssen. Der kommende Gegner hat zwar elf Punkte mehr, aber auch schon zwei Spiele mehr absolviert. Mit einem Sieg heute wären es nur noch acht plus die zwei Partien, in denen die Löwen noch punkten können.

Ärgerlich war dieses Unentschieden eher, weil die Stuttgarter Kickers in dieser Spielzeit noch nie zwei Siege in Folge holten. Vor diesem 2:2 gegen Ulm gewann das Team von Trainer Tomasz Kaczmarek 1:0 in Steinbach. So wäre der KSV fast schon vor einer Niederlage sicher gewesen.

Im Gegensatz zur 0:3-Pleite am Dienstag in Freiburg hat der KSV heute keinen Reisestress. Trainer Cramer hatte da bemängelt, dass sein Team nicht richtig in Tritt gekommen sei. Und er hatte angemerkt, dass seinen Spielern nach dem anstrengenden März der Substanzverlust anzumerken sei. Es wird heute das siebte Spiel in diesem Monat für Cramers Mannschaft – alle vier Tage auf dem Platz zu stehen, zehrte nicht nur an den Kräften, sondern dünnte zuletzt auch das Personal aus.

Die Partie heute bedeutet aber das Ende dieser englischen Wochen. Nur Mitte April muss der KSV noch einmal an einem Mittwoch beim TSV Steinbach ran. Der Kraftspeicher kann nun wieder gefüllt werden. Und gegen die Stuttgarter Kickers heute müssen sie ja auch kein Spektakel wie im Hinspiel abliefern. Zwei Punkte mehr am Ende reichen vollkommen aus.

Quelle: HNA

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