Starke Abwehr, Fans im Rücken – 14 Uhr, Auestadion

Darauf kommt es am Samstag für den KSV Hessen gegen Walldorf an

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So darf der KSV Hessen auch am Samstag gegen Walldorf jubeln: Unsere Szene entstand im Auestadion nach dem Treffer zum 2:0 gegen den FSV Frankfurt.

Kassel. Die Aufholjagd in Richtung Klassenerhalt geht weiter: Drei Endspiele hat der KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga noch vor sich, am Samstag steht das vorletzte Heimspiel der Saison an.

Ab 14 Uhr gastiert der Tabellenelfte Astoria Walldorf im Auestadion – und die Löwen haben die nächste Chance, weiter Boden im Abstiegskampf gutzumachen. Weil unter der Woche die TuS Koblenz ihr Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim mit 0:2 verloren hat, verbesserte sich die Ausgangsposition des KSV noch einmal deutlich. Fünf Dinge, auf die es am Samstag für das Team von Trainer Tobias Cramer ankommt.

Die Zuschauer: Wie wichtig die Kulisse sein kann, hat sich zuletzt beim 2:0-Erfolg gegen den FSV Frankfurt gezeigt. 3000 Anhänger unterstützten die Löwen mehr als 90 Minuten und gaben dem Gegner das Gefühl, dass er sich definitiv in einem Auswärtsspiel befindet. Das könnte auch gegen Walldorf wichtig werden. Denn die Gäste spielten in ihrem letzten Heimspiel gegen Ulm (3:1) vor 308 Zuschauern und sind größere Kulissen im Stadion nicht unbedingt gewohnt.

Die Vorsicht: Personell konnte Cramer zuletzt in Worms (1:1) aus dem Vollen schöpfen. Damit der KSV-Coach auch nach dem Walldorf-Spiel die nötigen Alternativen zur Verfügung hat, muss er die drohenden Gelb-Sperren im Auge behalten. Bei Niklas Hartmann, Sergej Schmik, Marco Dawid, Sergej Evljuskin und Brian Schwechel würde eine weitere Verwarnung ein Spiel Pause bedeuten.

Die eigenen Stärken: Sind für den KSV wichtiger denn je. Vor allem in der Abwehr haben sich die Löwen enorm gesteigert. Seit Mitte Februar kassierte die Defensive nur noch knapp ein Gegentor pro Spiel, zuvor waren es fast zwei. Innerhalb von zwei Monaten gab es in elf Regionalliga-Partien nur eine einzige Niederlage – das sollte Mut machen. Ein Sieg gegen Walldorf würde am Wochenende bereits den fünftletzten Platz bedeuten, den die Löwen dann aus eigener Kraft verteidigen können. Für den Klassenerhalt müsste jedoch ein Südwest-Regionalligist in die Dritte Liga aufsteigen. Aller Sorgen ledig wäre der KSV erst auf Platz 14, dazu müssten Worms oder Stadtallendorf (letzter Gegner im Auestadion) noch eingeholt werden.

Die Lage in Walldorf: Sie hat sich nach dem vergangenen Spieltag deutlich entspannt. Nach drei sieglosen Spielen in Folge atmete der FCA nach dem 3:1 gegen Ulm auf. Und das klang auf der Internetseite der Kurpfälzer so: „Mit nun 42 Punkten auf der Habenseite hat der FC-Astoria den Klassenerhalt zu 99 Prozent geschafft und kann beruhigt die vierte Regionalliga-Saison der Vereinsgeschichte planen.“ Diese Konstellation könnte für den KSV von Vorteil sein, da die Gäste im Abstiegskampf keine Punkte mehr benötigen.

Die Lehren aus dem Hinspiel: 1:2 verlor der KSV in Walldorf – so richtig überzeugend traten die Gastgeber aber nicht auf. Der Elfmeter, der zum 1:0 nach einer Stunde führte, war umstritten, das entscheidende 2:0 fiel erst in der 89. Minute. Trotzdem sollten die Löwen gewarnt sein vor Marcel Carl, der in 31 Partien satte 15 Tore schoss. Damit steht er auf Platz vier der Torschützenliste in der Regionalliga Südwest. Gelbgesperrt fehlen wird dagegen Timo Kern.

Quelle: HNA

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