Den Sack nicht zugemacht 

KSV Hessen in Waldgirmes: Nur am Ende nicht souverän 

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Gleich gegen zwei: KSV-Angreifer Sebastian Schmeer (Mitte), der das 1:0 erzielte, hat es hier mit den Gegenspielern Enes Bugra Cinemre (links) und Karl Cost (rechts) zu tun. 

Zu einem hochverdienten 2:1 (1:0)-Erfolg, um den am Ende trotzdem gezittert werden musste, kam Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel beim SC Waldgirmes.

„Natürlich geht der Sieg in Ordnung. Aber wir hätten viel höher führen müssen als 2:0 und haben am Ende noch völlig unnötig gezittert“, sagte KSV-Coach Dietmar Hirsch.

Hirsch hatte wie angekündigt in der Defensive umgebaut. Sergej Evljuskin rückte für den beim Saisonstart schwächelnden Jan-Philipp Häuser in die Innenverteidigung. Häuser selbst kam in der zweiten Halbzeit aber auch zum Einsatz, wurde in der 56. Minute für Ingmar Merle eingewechselt. „Merle hatte schon Gelb gesehen und noch einmal gefoult. Da wollte ich kein Risiko eingehen“, sagte Hirsch.

In den ersten 45 Minuten waren die Gäste komplett feldüberlegen. Die Löwen verbuchten 8:0-Ecken, hatten aber nur eine echte Torchance. Die führte dann auch zum 1:0. In der 35. Minute bereitete Sebastian Schmeer für Mahir Saglik vor, der das Leder verstolperte. Doch im Nachsetzen war Schmeer wieder da und besorgte das 1:0. „Das war Gift für uns und gut für die Moral des KSV“, bemerkte der aus Nordhessen stammende Otmar Velte, Trainer von Waldgirmes.

Dessen Spieler brachten nach vorn bis dahin gegen die Kasseler Defensive nichts zustande. Die Löwen wurden nach dem Seitenwechsel deutlich zwingender. Mehr Bewegung im Offensivbereich brachte mehr Anspielstationen. Und nach 49 Minuten auch das 2:0 für den KSV durch einen Abstauber von Mahir Saglik.

Es folgten weitere Großchancen der Gäste, wie etwa Sagliks Alleingang nach einer Stunde. „Wir sind vielleicht auf dem Weg, eine Spitzenmannschaft zu werden, aber eine Spitzenmannschaft bringt so etwas souverän über die Zeit“, verdeutlichte Hirsch. Davon konnte bis zum Schluss eben nicht die Rede sein.

Nach Tim Brandners Foul verkürzte Robin Dankof per Strafstoß auf 1:2 (77.). Und weil der KSV Hessen Kassel seine aussichtsreichen Kontersituationen oft bereits im Ansatz verschluderte, blieb Waldgirmes im Spiel. An der Berechtigung des Erfolgs für die Löwen bestand aber letztlich kein Zweifel.

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber es gibt auch wieder Kritikpunkte“, sagte Hirsch mit einem Tag Abstand. „Hinten standen wir dieses Mal gut, haben nichts zugelassen und wenig Abspielfehler gemacht. Aber wir müssen effektiver werden.“ Hirsch bemängelte auch, dass seine Spieler nach dem Anschlusstreffer wieder unruhig geworden seien. „Wenn wir das 3:0 machen, ist Feierabend. Wir machen es uns selber schwer.“ Der nächste Gegner wird nicht leichter. Am Samstag ist Stadtallendorf zu Gast.

Von Reiner Maaß und Maximilian Bülau

Quelle: HNA

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